Preisvergleich

DAS kosten die Baugrundstücke im Land

03.05.2026

Wer in Niederösterreich ein Haus bauen will und dafür ein möglichst erschwingliches Grundstück sucht, wird laut NÖ Wirtschaftspressedienst im nördlichen Waldviertel fündig.

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© Thomas Lenger
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Gerade einmal 4 Euro kostet der Quadratmeter Baugrund für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Ludweis-Aigen im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Schon seit Jahren bietet diese Marktgemeinde in ganz Niederösterreich die niedrigsten Grundstückspreise.

Billigen Boden findet man im Waldviertel auch in der Gemeinde Langschlag mit 5 Euro pro Quadratmeter. 8 Euro zahlt man in Waldhausen, jeweils 9 Euro in Eggern, Eisgarn, Grafenschlag, Haugschlag und Japons. Die teuerste Gemeinde des Waldviertels beim Grunderwerb ist die Stadt Krems in den Lagen Weinzierl, Mitterau und Am Steindl mit bis zu 700 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von den Wachau-Gemeinden Weißenkirchen mit 350 Euro und Dürnstein mit 285 Euro.

Preisangaben von Gemeinden und Maklern

Die genannten Zahlen über die zurzeit auf dem Markt gehandelten Grundstückspreise gehen aus Preisangaben von Gemeinden und Maklern, echten Kaufpreisdaten aus den Grundbüchern sowie statistischen Berechnungen der Technischen Universität Wien hervor. Veröffentlicht wurden sie im aktuellen Wirtschaftsmagazin „Gewinn“. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat die für das Bundesland Niederösterreich markantesten Ergebnisse der Studie unter die Lupe genommen.

Auch im Weinviertel geht die Schere zwischen billigen und teuren Grundstücken weit auseinander. In den nördlich gelegenen Kommunen Großkrut, Hadres, Hardegg, Stronsdorf und Weitersfeld zahlt man für einen Quadratmeter Baugrund jeweils nur 10 Euro. Hingegen finden sich die teuersten Gemeinden für Grundkäufer im Bezirk Korneuburg: Hier führen Langenzersdorf und Gerasdorf mit ex aequo 900 Euro pro Quadratmeter das Ranking an, gefolgt von Bisamberg mit 850 Euro, Hagenbrunn mit 800 und der Stadt Korneuburg mit 700 Euro.

Grundstückspreise im Mostviertel

Im Mostviertel erstreckt sich die Bandbreite der Grundstückspreise von 20 und 25 Euro pro Quadratmeter, die in den Pielachtal-Gemeinden Puchenstuben und Schwarzenbach an der Pielach bezahlt werden, bis zu 300 Euro in der Bezirkshauptstadt Amstetten. Dort ist es im Zentrum, in der Parksiedlung und am Kreuzberg am teuersten. In Waidhofen/Ybbs sind bis zu 250 Euro zu bezahlen.

Im Zentralraum regelrecht explodiert sind die Grundstückspreise in der Stadt Tulln und am Seegrund in Atzenbrugg, wo man für einen Quadratmeter Baugrund mittlerweile jeweils bis zu 600 Euro aufbringen muss. Interessant auch die Ergebnisse aus der NÖ Landeshauptstadt St. Pölten. Hier kann man einen Quadratmeter Baugrund um 150 Euro am billigsten im Stadtteil Harland kaufen. Am Eisberg und am Kupferbrunnberg hingegen geht das Preisband bis zu 450 Euro hinauf.

Im Industrieviertel kostet ein Quadratmeter Baugrund für ein Ein- oder Zweifamilienhaus nur 19 Euro im Gemeindegebiet von Schwarzenbach in der Buckligen Welt. Hingegen werden in der Stadt Wiener Neustadt im Ungarviertel schon bis zu 460 Euro verlangt. Am Flugfeld sind es maximal 300 Euro.

Das exklusivste Pflaster Niederösterreichs

Das exklusivste Pflaster Niederösterreichs findet man erwartungsgemäß im südlichen und westlichen „Speckgürtel“ der Bundeshauptstadt Wien. So müssen Käufer im Wohnpark Fontana in Oberwaltersdorf für einen Quadratmeter Baugrund an die 1.250 Euro bezahlen. Das ist in Niederösterreich der Höchstpreis. An diese Marke knapp heran kommen Perchtoldsdorf sowie die Zentren der Städte Klosterneuburg und Mödling mit jeweils 1.200 Euro.

Für einen Quadratmeter Baugrund sind am Seegrund in Leopoldsdorf im Bezirk Bruck/Leitha bis zu 1.150 Euro aufzubringen, in der Klosterneuburger Katastralgemeinde Weidling, in Maria Enzersdorf, in der Hinterbrühl sowie in Baden-Mitterberg jeweils 1.100 Euro. In den Villengebieten von Mödling, in den Lagen Ölberg und Buchenberg in Klosterneuburg sowie in Baden (Zentrum, Weikersdorf, Baden-West) werden jeweils 1.000 Euro verlangt.