Pendler-Blues
Pendler in Not: Phantom-Streit und Petition
18.03.2026Momentan wird über statt mit den Pendlern gesprochen. Politiker haben - populistischen Kleingeldes wegen - eine Phantom-Debatte entfacht. Auch soll eine Petition die Pendler mit ihren Nöten abholen.
Für Tausende Pendler in Niederösterreich wird der Alltag zur Qual - und ein Ende ist nicht in Sicht! Beinahe jeden Tag dasselbe Bild: Züge fallen aus, Verspätungen häufen sich, und das Wagenmaterial ist hoffnungslos veraltet. Für Schüler und Berufspendler, die täglich auf die Bahn angewiesen sind, ist die Situation längst unerträglich. Grünen-Verkehrssprecher LAbg. Georg Ecker schlägt Alarm: "Ich bin mir nicht sicher, ob die Tragweite der Probleme in den Regierungen im Bund und Land sowie bei der ÖBB-Spitze tatsächlich angekommen ist!"
Ab September: Stammstrecken-Sperre macht alles noch schlimmer
Und jetzt kommt der nächste Schock! Ab September wird die Stammstrecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof über ein Jahr lang gesperrt - und kaum jemand weiß davon! 250.000 zusätzliche Fahrgäste werden dann in U-Bahnen und Straßenbahnen drängen. Ecker warnt: "Das wird sich alleine mit Taktverdichtungen nicht ausgehen!" Die Grünen fordern mit ihrer Petition "Pendeln in Niederösterreich" jetzt Ersatzbusse - denn klassischer Schienenersatzverkehr? Bisher NICHT geplant!
Nordwestbahn: Eingleisig ins Chaos
Ein weiteres Dauerproblem: Die Nordwestbahn ist auf langen Abschnitten noch immer eingleisig - Züge müssen auf Gegenzüge warten, Verspätungen sind vorprogrammiert. Die Petition fordert deshalb den zweigleisigen Ausbau als dringende Sofortmaßnahme. Doch wann kommt der? Fehlanzeige!
Pendlerpauschale in Gefahr? Politiker drehen möglicherweise durch
(Phantom)-Streit um Pendlerpauschale
Startschuss für Sicherheitsumbau der AST Wöllersdorf
Als wäre das nicht genug, sorgt jetzt ein weiteres Thema für Aufregung: die mögliche Abschaffung des Pendlerpauschales! Dabei hat das eigentlich niemand offiziell gefordert - der Fiskalrat listete die Streichung lediglich als mögliche Sparmaßnahme auf. Doch die Reaktionen kamen prompt.
Josef Hager, Vizepräsident der Pendlerinitiative Österreich, macht klar: "Das Pendlerpauschale ist kein Privileg, sondern ein notwendiger Ausgleich für strukturelle Nachteile im ländlichen Raum!" Und NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Katja Seitner legt nach - eine Streichung würde Arbeitnehmer massiv belasten und die Ungleichheit zwischen Stadt und Land weiter verschärfen.
"Ohrfeige für alle Pendler! – Jetzt reicht’s“
Hager und Seitner sind sich einig: "Das Pendlerpauschale jetzt infrage zu stellen, bedeutet eine Ohrfeige für alle, die jeden Tag aufstehen und zur Arbeit pendeln." Statt Streichungen fordern sie Entlastungen - etwa die temporäre Aussetzung der CO2-Steuer. Die Botschaft an die Politik ist klar: Schluss mit dem Pendler-Chaos - jetzt wird gehandelt!