Salzkammergut & Co.
Ausgerechnet dort, wo es keine neuen Zweitwohnsitze mehr geben dürfte, gehen die Zahlen nach oben
01.02.2026In Vorbehaltsgebieten sind Zweitwohnsitze eigentlich ausgeschlossen. Schon länger gab es die Vermutung, dass das nicht wirklich funktioniert.
OÖ. Detaillierte Untersuchung der Grünen auf Basis von Daten von Statistik Austria zeigt: Während die Hauptwohnsitze in den Vorbehalts-Gemeinden stagnieren, sind die Zweitwohnsitze sprunghaft angestiegen.
„Wir habens genau untersucht, geprüft und unseren Augen kaum getraut. Ausgerechnet in den Vorbehaltsgemeinden Oberösterreichs schießen die Zweitwohnsitze wie Schwammerl aus dem Boden. Exakt dort, wo es keine neuen geben dürfte, weil es schon zu viele sind, entstehen die allermeisten Zweitdomizile. Wie sich das auf die Wohnungen auswirkt, und ob die Zahlen dort ähnlich sind, wollen wir von Landesrat Achleitner wissen, dem wir eine schriftliche Anfrage dazu übermittelt haben. Dass dies alles mit weitgehend unwirksamen Gesetzen zu tun hat, muss leider befürchtet werden“, erwartet der Grüne Raumordnungssprecher LAbg. Rudi Hemetsberger gespannt die Antworten des ÖVP-Poltikers.
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26 Vorbehaltsgebiete gibt es in Oberösterreich. Die allermeisten davon im Salzkammergut. Von den Attersee-Gemeinden, über Bad Ischl, Gosau bis Obertraun und Hallstatt. Viele haben diesen Status bereits viele Jahre. Hemetsberger: „Längst ist bekannt, welche Folgen zu viele Zweitwohnsitze für eine Gemeinde haben. Welche Probleme sie bringen. Von Grundstücken und Wohnungen die immer teurer werden. Über Einheimische, die sich keinen Wohnraum dort mehr leisten können. Bis zu Abwanderung, Ortszentren, die veröden und Gemeinschaften, die keine mehr sind. Vorbehaltsgebiete sollen das verhindern. Und das klappt offenbar genau so gut wie ein Pflaster bei Schnupfen."