Aufarbeitung
JKU Linz erkennt vier Nationalsozialisten Ehrungen ab
31.03.2026"Wir übernehmen damit nicht nur Verantwortung für die Vergangenheit, sondern setzen auch aktiv ein klares Zeichen, welche Haltung wir in der Gegenwart und der Zukunft vertreten", sagt Rektor Stefan Koch.
Linz. Die Johannes Kepler Universität Linz erkennt die akademischen Ehrungen von vier Personen mit belasteter Vergangenheit ab. Grundlage für diese Entscheidung ist ein umfangreicher historischer Bericht zur systematischen Aufarbeitung.
Das Rektorat der Johannes Kepler Universität Linz veranlasste im Juli 2024 eine umfassende Prüfung der Ehrengemeinde auf nationalsozialistische oder andere antidemokratische Belastungen. Untersucht wurden dabei jene Personen, die vor 1930 geboren worden waren. Nun liegt der umfangreiche Bericht vor. Die Johannes Kepler Universität Linz zieht im 60. Jahr ihres Bestehens klare Konsequenzen aus der historischen Überprüfung ihrer akademischen Ehrengemeinde: Nach einstimmigen Beschlüssen durch den Senat und durch das Rektorat widerruft die Universität die an Friedrich Asinger, Alfred Jelinek, Herbert Koller und Konrad Mellerowicz verliehenen akademischen Ehrungen. Grundlage sind individuell festgestellte Belastungen im nationalsozialistischen Sinn. Darüber hinaus distanziert sich die JKU von der 1986 erfolgten Verleihung des Ehrendoktorats an den ehemaligen DDR-Minister Gerhard Beil, der auf dieses jedoch bereits 1992 verzichtet hat.
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Diese Entscheidungen sind ein Bekenntnis zu einer verantwortungsvollen Erinnerungskultur und zu transparenter Aufarbeitung der Vergangenheit der Universität.