10.345 Gewaltdelikte

Kriminalstatistik OÖ 2025: Alle sieben Mörder gefasst

31.03.2026

Zahl der angezeigten Straftaten 2025 ist leicht rückläufig aber Fälle von Cybercrime mehren sich deutlich.   

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. In Oberösterreich hat es 2025 keinen einzigen Banküberfall gegeben. Generell sei die Anzeigenstatistik für das Bundesland "erfreulich", bedankte sich der Leiter des Landeskriminalamtes, Gottfried Mitterlehner, am Dienstag in Linz bei den Polizisten. Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der angezeigten Straftaten im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 leicht zurückgegangen, von 67.733 auf 66.784. Die Aufklärungsquote sei mit 60,7 Prozent eine der besten im Bundesländervergleich.

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Auch wenn bei den klassischen Delikten wie Gewaltverbrechen und Eigentumsdelikte die Anzahl der strafbaren Handlungen leicht rückläufig war, ging im Bereich Cybercrime die Zahl um 24,5 Prozent auf 2.351 Delikte nach oben, so Mitterlehner. Und auch die Aufklärungsquote lag mit 21,5 Prozent deutlich niedriger. Organisatorische und strukturelle Probleme in der Ermittlungsarbeit nannte der Kriminalist u.a. als Ursache.

Sieben Morde 2025 - alle geklärt 

Sieben Morde hat es 2025 in Oberösterreich gegeben, drei Opfer waren weiblich. Von den insgesamt 10.345 erfassten Gewaltdelikten bestand bei knapp 62 Prozent eine Täter-Opfer-Beziehung. Alle Täter wurden gefasst.

Weniger jugendliche Kriminelle, aber mehr Kinder 

Leicht entspannt habe sich die Lage bei der Jugendkriminalität. In der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen ging die Zahl der ausgeforschten Tatverdächtigen zwischen 2024 und 2025 von 5.650 auf 5.131 zurück, in der Gruppe der 18- bis 21-Jährigen im selben Zeitraum von 4.228 auf 4.090. Jedoch beobachtete die Exekutive, dass Täter jünger wurden. 116 Unter-Zehnjährige wurden 2025 als, wenn auch noch nicht strafmündige, Täter geschnappt, ein Jahr zuvor waren es 88 Kinder.

Auffallend sei laut Mitterlehner auch, dass bei der Anzahl aller Tatverdächtigen (48.771) der Anteil der Fremden mit 42,9 Prozent in Oberösterreich einen "neuen Höchstwert" erreicht habe. Bei den Nationalitäten führen die Rumänen vor den Deutschen und den Türken. Weiters berichtete der Leiter des Landeskriminalamtes von einem geklärten Fall, bei dem Täter aus Südamerika nach Österreich für Einbrüche anreisten. So sei eine Gruppe erst nach Mailand geflogen, habe sich dort ein Auto gemietet, sei nach Oberösterreich gefahren, um Wertgegenstände zu stehlen. Vor allem ein Trend im Linzer Zentralraum beschäftige die Polizei zusehends. Die Zahl der Einbrüche in Kellerabteile sei stark im Steigen. Der Rat der Ermittler: Fahrräder am besten in der Wohnung abstellen.