Viele Open Airs
Salzkammergut Festwochen im Zeichen von Bachmann Bernhard und Parov Stelar
26.03.202650.000 Besucher sind als Ziel für das Jahr 2026 ausgegeben.
OÖ. Das Sommerprogramm der diesjährigen Salzkammergut Festwochen Gmunden steht im Zeichen von Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard, dessen ""Elisabeth II" als Koproduktion mit dem Linzer Landestheater auf die Bühne kommt. Im Toscanapark steigen mehrere große Open-Airs - u.a. die Jubiläumsgala des Bruckner Orchesters Linz und ein Konzert von Parov Stelar, der in Gmunden auch seine Seite als bildender Künstler zeigt. Am Donnerstag wurde das Festwochen-Programm präsentiert.
50.000 Zuschauer hat man sich für das Jahr 2026 - die Festwochen sind mittlerweile ein Ganzjahresformat - als Ziel gesetzt, so die kaufmännische Geschäftsführerin Johanna Mitterbauer. "Als wir übernommen hatten (2018/2019 Anm.), waren wir zwischen 10.000 und 20.000", ist sie stolz auf die Entwicklung der vergangenen Jahre. Man verzeichne einen deutlichen Anstieg der Ticketverkäufe seit dem Kulturhauptstadtjahr 2024 sowie durch die Open-Air-Konzerte im Toscanapark. Die mittlerweile lange Liste von bekannten Künstlern zieht weitere an, ähnlich ist es bei den Sponsoren. Das Festival, das - ähnlich wie im Vorjahr - heuer über ein Jahresbudget von zwei Millionen Euro verfügt, bespielt insgesamt rund 40 Locations, Hauptspielstätten sind das frisch renovierte Gmundner Stadttheater und der Toscanapark.
Eröffnung mit Titel "Kommen härtere Tage?"
Die Eröffnung am 2. Juli steht unter dem Titel "Kommen härtere Tage?",- ein abgewandeltes Zitat aus Ingeborg Bachmanns Gedicht "Die gestundete Zeit" (Es kommen härtere Tage). Im Stadttheater Gmunden lesen an diesem Abend u.a. Mavie Hörbiger und Markus Meyer. Im Festwochenprogramm findet sich zudem etwa eine Lesung von Bachmanns "Das dreißigste Jahr" mit Petra Morzé und Tilman Tuppy, Michael Maertens nimmt sich "Ein Wildermuth" vor.
Thomas-Bernhard-Fans dürfen sich nicht nur auf mehrere Lesungen freuen, sondern auch auf die jährliche Theaterpremiere: Der Schauspielchef des Linzer Landestheaters, David Bösch, inszeniert "Elisabeth II" mit Sven-Eric Bechtolf - dieser ist wie Sona MacDonald, Hermann Beil oder Harald Schmidt mittlerweile Stammgast bei den Salzkammergut Festwochen. Die Produktion hat am 4. Juli im Stadttheater Gmunden Premiere und wird dann in gleicher Besetzung im Herbst ins Linzer Landestheater wandern.
Auch das junge Publikum kann sich dem "literarischen Leuchtturm der Region", wie ihn Schauspiel-Chefin Karin Bergmann nennt, nähern. Schüler erarbeiten im Rahmen eines Projekts mit Burgschauspieler Markus Meyer eine Lesung von Bernhards autobiografischem Text "Ein Kind", die sie auch selbst präsentieren sollen. Humor soll im Festwochenprogramm ebenfalls nicht zu kurz kommen, etwa mit Loriots "Szenen einer Ehe", gelesen von Senta Berger und Friedrich von Thun.
Open-Air-Reigen im Toscanapark
Im Toscanapark stehen mehrere große Open-Air-Konzerte am Programm, den Start macht das Bruckner Orchester Linz, das heuer seinen 60er begeht: Am 9. Juli spielt der Klangkörper das Musical-Konzert "Ein Teelöffel Feenstaub. Disney's Magic Songs", am 11. (Voraufführung) und 12. Juli gibt es eine Jubiläumsgala unter Chefdirigent Markus Poschner.
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Von 30. Juli bis 2. August steht dann ein weiterer Reigen an täglichen Freiluftkonzerten am Programm: Auf Philip Hochmair mit "Hochmair, wo bist du?" folgen ein Musik-Kabarett-Abend mit Thomas Stipsits samt Band ("Austropop lebt!"), ein Gig von Parov Stelar und - unter dem Titel "HERstage" - ein Abend mit Anna Buchegger, lovehead und Ankathie Koi.
Parov Stelar auf der Konzertbühne und als bildender Künstler
Parov Stelar kann man auch als bildenden Künstler erleben: Seine Ausstellung "Leave The Future Behind" ist von 19. Juni bis 16. August im Kammerhof Museum zu sehen. Ob ihm Musik oder Malerei lieber ist - da kann er sich nicht entscheiden. Er sehe "Musik und bildende Kunst als zwei Kinder, Verbündete, die in einer Symbiose wachsen". Für ihn hängen sie zusammen, deshalb freue er sich, dass er erstmals beides gleichzeitig präsentieren könne.
Der neue künstlerische Leiter im Bereich Musik, Rafael Fingerlos, hebt zum Einstand das Format "Liedfest" aus der Taufe, bei dem Musiker und Publikum näher zusammenrücken sollen. "Das Lied ist für mich die Verbindung von Musik und Text auf höchstem Niveau", so Fingerlos. Mit dabei sind u.a. Ernst Molden und Conchita sowie Orchester in kleinen Formationen. Und im Rahmen des Formats "Stars der Zukunft - vom Traunsee auf die Weltbühnen" ist der Pianist Roman Fediurko zu Gast.