Industrie

Stelzer richtet Forderungen Richtung Brüssel

30.03.2026

Rund 60 Prozent der Industrieemissionen in Österreich, die unter das Emissionshandelssystem fallen, entstehen in Oberösterreich.  

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© OÖVP
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. Mit einem jährlichen Verbrauch von rund 42.600 Terajoule ist Oberösterreich laut Statistik Austria der größte Gasnutzer Österreichs – vor allem in der Eisen-, Stahl- und Chemieindustrie. LH Thomas Stelzer (ÖVP) fordert  daher abermals Richtung EU eine realistische Energiepolitik, die den Wirtschaftsstandort schützt.  

Stelzer tritt dafür ein, dass Industriebetriebe länger als bisher geplant kostenlose Emissionszertifikate erhalten. Der derzeit vorgesehene schrittweise Abbau dieser Gratiszertifikate ab 2028 solle aus Sicht Stelzers abgeschwächt werden. Laut ÖVP-Chef sind die Energiepreise seit 2021 um etwa 65 Prozent gestiegen , während die Industrie ihre CO2-Emissionen pro Wirtschaftsleistung seit 2005 um 45 Prozent gesenkt hat.

Beim Wirtschaftswachstum reiche es nicht aus, sich rund um die Nulllinie zu bewegen, wie in den letzten Jahren. „Wir brauchen Entwicklung und Wachstum“, sagte Stelzer kürzlich bei der Land der Möglichkeiten-Veranstaltung im Musiktheater. Und dieses Wachstum sei nur innerhalb der Europäischen Union möglich. Mehr Tempo wünscht sich Stelzer von Behörden und Staat: Betriebsanlagen müssten in Zukunft binnen drei, anstatt vier Monaten genehmigt werden.