107 Vergewaltigungen
Kriminalstatistik Salzburg 2025: 16,3 % mehr Vergewaltigungen
31.03.2026Insgesamt wurde ein Rückgang bei angezeigten Delikten verzeichnet.
Szbg. Im Bundesland Salzburg sind im Jahr 2025 insgesamt 32.708 Delikte angezeigt worden, das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 mit 33.617 Anzeigen, wie aus der Kriminalstatistik hervorgeht. Zum neunten Mal in Folge habe die Polizei in Salzburg mehr als jedes zweite Delikt aufklären können. Die Aufklärungsquote lag bei 58,2 Prozent. Einen markanten Anstieg gab es im Bereich Kinderkriminalität, Vergewaltigung und Sozialleistungsbetrug.
Die Zahl der ausgeforschten Tatverdächtigen ist um 2,3 Prozent leicht gestiegen. 2025 wurden 22.851 Tatverdächtige ermittelt, während es 2024 noch 22.348 Fälle waren, wie die Landespolizeidirektion Salzburg am Dienstag in einer Aussendung informierte. Der Anteil jener Tatverdächtigen, die keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, hat sich laut der Salzburger Kriminalstatistik leicht erhöht. Im Jahr 2024 lag dieser bei 49,0 Prozent, während 2025 bereits 50,5 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen anderer Staatsangehörigkeit waren.
Anzeigen im Bereich der Internetkriminalität gesunken
Im Bereich der Internetkriminalität wurden 3.412 Fälle erfasst, was einem Rückgang von 4,7 Prozent im Vergleich zu 2024 (3.580 Anzeigen) entspricht. Im Bereich Cybercrime im engeren Sinne wurden 875 Delikte registriert, das ist ein Minus von 8,9 Prozent gegenüber 2024 (960 Fälle). Die Zahl der Internetbetrugsfälle stieg hingegen um 3,4 Prozent. Im Jahr 2025 wurden 1.892 Fälle erfasst, während es 2024 noch 1.830 Anzeigen waren. Ein Rückgang ist hingegen bei Erpressung im Internet zu verzeichnen. 2025 wurden 147 Fälle angezeigt, ein Minus von 10,9 Prozent im Vergleich zu 2024 (165 Fälle).
Um 0,5 Prozent weniger Gewaltdelikte, vier Mordfälle
Die Zahl der Gewaltdelikte in Salzburg sank 2025 um 0,5 Prozent. Insgesamt wurden 5.826 Fälle registriert, während es 2024 noch 5.854 Anzeigen gab. Von diesen entfielen 1.126 Fälle auf Gewalt in der Privatsphäre, ein marginaler Rückgang gegenüber 2024 (1.130 Fälle). Bei 52,9 Prozent der begangenen Gewaltdelikte bestand ein Bekanntschaftsverhältnis, das entspricht 3.629 dokumentierten Tatverdächtigen-Opfer-Beziehungen.
Auch 2025 war die Stichwaffe das am häufigsten verwendete Tatmittel. 165 Fälle wurden registriert, was einem Anstieg gegenüber 2024 (147 Fälle) entspricht. Beim vollendeten Mord wurden ein männliches Opfer (2024: zwei) und drei weibliche Opfer (2024: eins) registriert.
Zahl der angezeigten Vergewaltigungen stieg um 16,3 Prozent
Die Zahl der Vergewaltigungsanzeigen ist um 16,3 Prozent auf 107 gestiegen (2024: 92 Fälle). Bei den Raubdelikten wurde hingegen ein Rückgang verzeichnet. 2025 wurden 94 Fälle angezeigt, ein Minus von 21,0 Prozent im Vergleich zu 2024 (119 Fälle). Mehr als die Hälfte dieser Delikte ereigneten sich an öffentlichen Orten, Straßen und Parkplätzen. Ein Rückgang wurde auch bei der Gewalt gegen Beamte festgestellt. 2025 wurden 147 Delikte registriert (2024: 180 Fälle).
Die Zahl der Anzeigen im Bereich der Eigentumskriminalität 2025 ist um 8,6 Prozent gesunken. Insgesamt wurden 9.888 Delikte erfasst, während es 2024 noch 10.823 Fälle waren. Die häufigsten Tatorte bei Einbruchsdiebstahl waren öffentliche Orte, Straßen, Parkplätze, Wohnhausanlagen sowie Kellerabteile.
Deutlicher Rückgang bei Kfz-Diebstählen
Ein deutlicher Rückgang wurde bei den Kfz-Diebstählen verzeichnet. 2025 wurden 116 Fälle registriert (2024: 206 Fälle). Die Anzeigen wegen Taschen- und Trickdiebstählen gingen mit 314 um 35,7 Prozent zurück (2024: 488 Fälle). Die Zahl der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz stieg leicht um 0,5 Prozent auf 2.228 Fälle. Einen leichten Rückgang gab es im Bereich der Wirtschaftskriminalität. Insgesamt wurden 5.753 Fälle erfasst, ein Minus von 0,8 Prozent gegenüber 2024 (5.801 Fälle). Der größte Anteil entfiel auf Betrugsdelikte mit 3.874 Anzeigen (2024: 3.740).
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Markanter Anstieg bei Sozialleistungsbetrug
Im Bereich des Sozialleistungsbetrugs wurden 2025 insgesamt 274 Anzeigen erstattet, ein markanter Anstieg von 79,1 Prozent im Vergleich zu 2024 (153 Fälle). Beim Trickbetrug gab es einen Anstieg von 14,8 Prozent auf 147 Fälle. Im Gegensatz dazu sind die übrigen Wirtschaftsdelikte gesunken. 2025 wurden 149 Fälle (2024: 171 Fälle).
Was die Kinder- und Jugendkriminalität betrifft, so belief sich die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren in Salzburg im Jahr 2025 auf 4.913 (2024: 5.083). Auch in Salzburg ist hier die Anzahl der Tatverdächtigen insgesamt rückläufig.
Kinderkriminalität stark gestiegen
In der Altersgruppe der unter Zehnjährigen stieg die Zahl der Tatverdächtigen im Vergleich zum Jahr 2024 allerdings von 38 auf 105 (+ 176,3 Prozent). Das Allzeithoch in dieser Altersklasse wurde im Jahr 2018 mit 164 Tatverdächtigen verzeichnet. Bei den Zehn- bis unter 14-Jährigen blieb die Anzahl der Tatverdächtigen mit 573 im Jahr 2024 und zuletzt 577 Tatverdächtigen im Jahr 2025 nahezu gleich. In der Altersgruppe der 14- bis unter 18-Jährigen ergibt sich ein Rückgang von 2.518 im Jahr 2024 auf 2.155 Tatverdächtige im Jahr 2025.
Innerhalb der Altersgruppe der 18- bis unter 21-Jährigen wurden 2.076 Tatverdächtige registriert, um 122 mehr als im Vorjahr (1.954).