Im Vergleich zu Wien
ÖGK Salzburg wegen Verteilung von Kassenstellen verärgert
12.02.2026ÖGK Salzburg-Vorsitzender Kinberger spricht von "Skandal".
Szbg. Innerhalb der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) gibt es Kritik an der geplanten Verteilung der Kassenarztstellen bis 2030. Wie das Ö1-Radio am Donnerstag berichtete, sprach der Landesvorsitzende der ÖGK Salzburg, Thomas Kinberger, von einem "Skandal". Wien bekomme 215 neue Arztstellen und damit mehr als alle anderen acht Bundesländer zusammen, so seine Kritik. Die ÖGK wies dies zurück.
Laut dem Gewerkschafter Kinberger (SPÖ), der in der Salzburger ÖGK die Arbeitnehmerseite vertritt, seien die Verhandlungen zum regionalen Strukturplan Gesundheit lange und zäh gewesen, so Ö1. Der Bedarf an Kassen- und Facharztstellen sei auf Grundlage von Bevölkerungs- und Demografieentwicklung mithilfe eines Instituts festgelegt worden. Nachdem man nun das Gesamtergebnis vorliegen habe, habe sich gezeigt, dass Wien 215 Kassen-, Fach- und Zahnarztstellen bekommt, alle anderen acht Bundesländer zusammen nur 155 Stellen.
ÖGK-Salzburg-Vorsitzender: "Völlig von der Realität entkoppelt"
"Das, was Wien zugesprochen bekommen hat, 215 neue Kassenarztstellen, also das ist ja völlig von der Realität entkoppelt", sagte Kinberger dazu. "Also wir können uns das nicht erklären, das passt weder mit den Einwohner-Richtwerten zusammen, noch mit dem Bedarf. Weil man darf ja eines nicht vergessen, Wien hat ja eine perfekte Gesundheitsversorgung. Also kurz gesagt, Wien saugt die Arztstellen ab und der Rest Österreichs bleibt auf der Strecke."
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Auch betonte er laut dem ORF-Radio, dass Salzburg ohnehin schon Nettozahler innerhalb der ÖGK sei, Wien hingegen sei für rund 60 Prozent des Budgetdefizits der Krankenkasse verantwortlich.
ÖGK: Kein Abziehen von Kassenarztstellen zulasten anderer Länder
Die ÖGK habe dazu auf ORF-Anfrage schriftlich mitgeteilt, dass keine Kassenarztstellen von Wien zulasten anderer Bundesländer abgezogen würden. In Wien gebe es den Wunsch einer Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich, diesen müsste die Stadt Wien aber auch mitfinanzieren.