Bisher 50.000 Lkw-Fuhren ersetzt.
Stmk/Ktn. Seit der Freigabe der Koralmbahn für den Güterverkehr im vergangenen November sind bereits eine Mio. Tonnen Güter durch den neuen Tunnel zwischen Kärnten und der Steiermark transportiert worden. Christoph Grasl, Vorstand der ÖBB Rail Cargo Group, betonte am Donnerstag vor Journalisten den hohen Wert der neuen Verbindung: Sie sorge für 30 Prozent mehr Güter-Kapazität auf der Südbahnstrecke.
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Insgesamt fuhren bereits 1.050 Güterzüge mit rund 21.000 Wagen durch den Koralmtunnel. Einige davon vom Kärntner Zementwerk Alpacem, an dessen Standort im Kärntner Görtschitztal eine erste Bilanz gezogen wurde. "Nicht nur die verkürzten Laufzeiten machen einen Transport über die Schiene attraktiver, sondern auch neue Anbindungsmöglichkeiten im Alpen-Adria-Raum", sagte Alpacem-Geschäftsführer Bernhard Auer. Vom Standort in Wietersdorf werden pro Jahr 90.000 Tonnen an Gütern über die Bahn transportiert. Aneinandergereiht ergäbe das eine Zuglänge von 40 Kilometern - und mit den Rohstoffen, die hier über die Schiene transportiert werden, erspare sich das Görtschitztal rund 3.600 Lkw-Fuhren.
Flachere Strecke ermöglicht mehr Gewicht
Ein weiterer Vorteil der neuen Strecke durch die Koralm: Diese weist nur mehr eine maximale Steigung von zehn anstatt 16 Promille auf der alten Strecke auf, was eine höhere Anhängelast ermöglicht. Konkret können nun 1.500 anstatt 1.281 Tonnen von einer Lokomotive gezogen werden - also umgerechnet werden nun elf Lkw-Ladungen mehr pro Zug mitgenommen. Nur in Sachen Geschwindigkeit kann der Güterverkehr nicht ganz mit dem Personentransport mithalten: "Aber mit den maximal möglichen 100 km/h sind wir sehr zufrieden", sagte Grasl.
Ebenfalls vorgeführt wurden die Mobiler-Container, die nun verstärkt im Güterverkehr der ÖBB eingesetzt werden. Mit dieser Technologie ist es möglich, den Container ganz ohne eigenes Terminal zwischen Bahn und Lkw hin- und herzuladen. Momentan wird in Zusammenarbeit mit Alpacem ein Prototyp für Silogüter entwickelt.