"Sehr anstrengend"

Verwirrte Zuschauer: Franzose trainiert 16 Athleten aus 13 Nationen

Benoit Richaud ist ein Eiskunstlauf-Choreograf und betreut bei den Olympischen Winterspielen 2026 16 Läufer gleichzeitig. Der Franzose sorgt mit seinen ständigen Outfit-Wechseln für viel Verwirrung bei den Zuschauern.

Fleißigen Eiskunstlauf-Zuschauern kommt sein Gesicht sehr bekannt vor. Benoit Richaud ist für die Choreografie verantwortlich und präsentiert sich bei diesen Olympischen Spielen als ein wahrer Wandlungskünstler. Er betreut derzeit 16 Athleten aus 13 Ländern gleichzeitig.

Am Dienstag war der Choreograf beim Kurzprogramm der Männer im Stress. Dabei traten zwei seiner Athleten, der Franzose Adam Siao Him Fa und der Georgier Nika Egadze, direkt nacheinander an. Bei beiden war er der Choreograf und erschien mit der jeweiligen Teamkleidung vor der Kamera.

Ausnahme für Choreografen

Gegenüber dem BBC-Podcast "More than the Score" erklärte der Franzose, dass seine Rolle "emotional tatsächlich sehr anstrengend" sei. Laut der offiziellen Olympia-Webseite betreut Richaud beim Kurzprogramm nur vier Starter als Trainer: Neben Siao Him Fa und dem amtierenden Europameister Egadze auch den US-Amerikaner Max Naumov und Kanadas Einzellauf-Meister Stephen Gogolev.

In Wirklichkeit performten an diesem Abend sieben seiner Läufer. Für TV-Zuschauer war das ständige Wechseln sehr verwirrend. Richaud muss immer kurzfristig die Trainingsjacke wechseln.

Offiziell sei dies nicht vorgesehen. Für ihn machen sie eine Ausnahme und "lassen mich einige Sachen dort unterbringen", so Richaud. Notfalls haben die Teamleiter oder Manager der jeweiligen Nationen bei sich und überreichen ihm rechtzeitig.

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