Spitals-Hammer

AKH soll zum Bundes-Spital werden: Streit um Patienten eskaliert

24.03.2026

Im Dauer-Zoff um sogenannte Gastpatienten kommt jetzt ein brisanter Vorschlag auf den Tisch. Das Wiener AKH könnte komplett umgebaut werden – mit weitreichenden Folgen. 

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© AKH Wien/Christian Hudek
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Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bringt einen radikalen Plan ins Spiel: Das Wiener AKH soll künftig als Bundes-Spital geführt werden. Auch andere große Kliniken wie Graz oder Linz könnten betroffen sein. Ziel ist eine klare Neuaufteilung im Gesundheitssystem.

Schluss mit Gastpatienten-Streit

Der Hintergrund: Seit Monaten gibt es heftigen Streit zwischen Wien und Niederösterreich rund um Patienten aus anderen Bundesländern. Mit dem neuen Modell soll damit Schluss sein – in Bundes-Spitälern soll die Diskussion um sogenannte Gastpatienten gar nicht mehr geführt werden.

Bund soll alles zahlen

Kern des Plans: Der Bund übernimmt diese Top-Kliniken komplett – inklusive Finanzierung. Nach dem Prinzip „Geld folgt Leistung“ soll geregelt werden, wer wie viel bezahlt. Damit will Doskozil das System langfristig stabilisieren.

Kritik an langen Wartezeiten

Gleichzeitig übt der SPÖ-Politiker scharfe Kritik am aktuellen System. Lange Wartezeiten oder weite Wege für Patienten seien nicht akzeptabel. Für ihn steht klar fest: Der Patient müsse im Mittelpunkt stehen.

Ob der Plan tatsächlich umgesetzt wird, ist noch offen. Klar ist aber: Die Diskussion um Österreichs Spitäler spitzt sich weiter zu – und könnte bald große Veränderungen bringen.