Jedlesee

Floridsdorf lässt Einführung von Anrainerparken prüfen

12.02.2026

In Teilen von Floridsdorf bleibt die Parkplatzsituation angespannt. Besonders in Jedlesee klagen Anwohner über dauerhaft hohe Auslastung. Die Bezirksvertretung lässt nun mögliche Anrainerparken prüfen. 

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Die Parkplatzsuche in Jedlesee in Floridsdorf kostet Nerven. Vor allem in Wohngebieten westlich der Prager Straße kreisen Autos Abend für Abend auf der Jagd nach einer Lücke. Trotz des seit 2022 geltenden flächendeckenden Parkpickerls bleibt der Parkdruck hoch.

In der Sitzung der Bezirksvertretung am Mittwoch brachte die SPÖ daher einen Antrag zur Prüfung von Anrainerparken ein. Die zuständige Verkehrsbehörde MA 46 soll eine Auslastungserhebung durchführen. Zeigt diese eine Belegung von mindestens 90 Prozent, könnten in einem nächsten Schritt bis zu 30 Prozent der Stellplätze als Anrainerparkplätze ausgewiesen werden. Diese Regelung würde rund um die Uhr gelten. Nach der Einführung ist eine Evaluierung nach einem Jahr vorgesehen.

FPÖ lehnte Antrag ab

Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) wirbt um eine sachliche Lösung. "Mir als Bezirksvorsteher ist ein breiter Konsens und ein guter Dialog wichtig. Umso enttäuschter bin ich, dass die FPÖ dem Antrag und der Zuweisung in die Verkehrskommission zur weiteren Beratung nicht zugestimmt hat, somit kein Anrainerparken für die Bezirksbevölkerung möchte und nicht einmal darüber sprechen will.", sagt Papai.

Auch Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Fischer, Vorsitzender der Bezirksverkehrskommission, sieht Handlungsbedarf. Viele Floridsdorferinnen und Floridsdorfer seien auf ihr Auto angewiesen und empfänden die tägliche Parkplatzsuche als große Belastung. Eine sachliche Prüfung könne Entlastung bringen.

Ob tatsächlich eigene Stellplätze für Anrainer kommen, hängt nun von der Erhebung ab.