Tierschicksal

Misshandelter Hund kauerte unter Bus - wer hat ihm das angetan?

05.05.2025

Es gibt Tierschicksale und Anblicke, das können auch die abgebrühtesten Veterinäre kaum ertragen: So ein Fall ist die Geschichte von "Winnie", der in Floridsdorf völlig vernachlässigt und misshandelt aufgefunden.

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© TierQuarTier
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Wien. Unter einem Bus am Bus- und S-Bahnhof Floridsdorf wurde ein kleiner Hund entdeckt – allein, verängstigt und in einem Zustand, der zutiefst erschüttert: Die Äuglein waren von dichten Filzklumpen verklebt, die Haut wund und entzündet. Jede Bewegung, jede Berührung bereitete dem Kleinen Schmerzen. Die Tierrettung der Stadt Wien wurde alarmiert und brachte das bedauernswerte Geschöpf umgehend ins TierQuarTier.

Hund hat keinen einzigen Zahn mehr

Dort angekommen, wurde der Rüde sofort versorgt und auf den Namen "Winnie" getauft. Der Hund war offenbar aus einem Foltergefängnis der Tierhaltung entkommen: In seiner rechten Gesichtshälfte klaffte eine verkrustete, verschmutzte Wunde, die sich bis zur Nase zog – offenbar über einen langen Zeitraum unbehandelt. Beide Augen waren entzündet, das rechte so schwer, dass sich bereits ein sogenanntes Cherry Eye entwickelt hatte. Zudem hatte der kleine Hund keinen einzigen Zahn mehr im Maul. Beim Scheren kam ein abgemagerter, geschwächter Körper zum Vorschein – gezeichnet von Schmerz, Vernachlässigung und Leid. 

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„Es macht mich wütend und fassungslos, wie einige Menschen mit fühlenden Lebewesen umgehen.“, sagt Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTier Wien, wo "Winnie" endlich die liebevolle Pflege, die er so dringend braucht, erhält: selbstgekochtes Futter, tägliche Wundversorgung und viel Geduld. Sobald er wieder gesund genug ist, wird ein neues Zuhause gesucht, in dem er die Fürsorge und Behandlung bekommt, die ihm bisher verwehrt blieb.

Jetzt Suche nach dem unbarmherzigen Tierquäler

Nun geht es darum den Verursacher des furchtbaren Tierleids auszuforschen - und zur Verantwortung zu ziehen: Wer "Winnie" erkennt, etwas beobachtet hat oder weiß, woher er stammen könnte, wird gebeten, sich zu melden. Möglicherweise erkennt jemand ihn auf einem der veröffentlichten Fotos wieder. Hinweise bitte an das Fundservice für Haustiere der Stadt Wien unter der Telefonnummer 01/4000 8060. Wichtig: Das Aussetzen von Tieren ist gesetzlich verboten und kann mit Geldstrafen von bis zu 7.500 Euro geahndet werden.

 

 

 

 

   

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