Geldstrafen drohen
Stadt Wien legt Westbahnhof "trocken": Alkoholverbot gilt ab sofort
08.05.2026Seit Freitag ist Schluss mit offenem Alkoholkonsum rund um den Wiener Westbahnhof. Wer hier mit einer offenen Bierdose oder Weinflasche erwischt wird, muss ab sofort tief in die Tasche greifen. Zusätzlich ist der nahe liegende Fritz-Imhoff-Park jetzt eine Schutzzone.
Mit dem neuen Alkoholverbot am und rund um den Westbahnhof (Felberstraße, Neubaugürtel) reagiert die Stadt Wien auf die anhaltende Problematik vor Ort. Hier will man mit hartem Durchgreifen - vor allem durch Geldstrafen - entschieden gegen Konflikte und Vermüllung vorgehen. Ausgenommen von der Regelung sind angrenzende Lokale und Imbissstände.
Was man wissen sollte: Nicht erst das Trinken ist verboten - wer Alkohol zum Konsum bereithält (also etwa eine Dose öffnet), kann abgestraft werden. Die Polizei darf Flaschen und Dosen kontrollieren und im Fall der Fälle sogar beschlagnahmen - Strafen beginnen bei 50 Euro. Ein gekauftes Sechser-Tragerl Bier für zuhause bleibt zwar erlaubt, aber eben nur solange nicht der Eindruck entsteht, dass direkt vor Ort davon getrunken wird.
"Schutzzone" Fritz-Imhoff-Park
Parallel dazu ist eine 24/7-Schutzzone in und rund um den Fritz-Imhoff-Park bei der U6-Station Gumpendorfer Straße in Kraft getreten. Ab sofort kann die Polizei Personen wegweisen, wenn der Verdacht auf Straftaten wie Drogenkonsum oder gar -handel besteht. Beim ersten Verstoß drohen bis zu 1.000 Euro Strafe, bei Wiederholung können auch 4.600 Euro fällig werden.
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Der Park nun öfter gereinigt, zusätzlich wurden mehr Entsorgungsstellen für Spritzen aufgestellt. Nachts bleibt die Anlage gänzlich gesperrt. Während SPÖ, FPÖ und ÖVP die Maßnahmen als wichtigen Schritt für mehr Sicherheit feiern, warnen die Grünen vor einer möglichen Verlagerung der Probleme in andere Wohnviertel.
Mit den neuen Verbotszonen setzt Wien seine harte Linie gegen städtische Alkohol- und Drogen-Hotspots fort, um die angespannte Lage für Anrainer und Passanten zu beruhigen.