Notprogramm

Drogen- und Alk-Hotspots bei U6: Stadt Wien greift mit Verboten durch

Gumpendorfer Straße
© TZOe Artner
Die ausufernden Drogen- und Alk-Hotspots beim Westbahnhof und bei der U6-Station Gumpendorfer Straße riefen die Stadt Wien jetzt mit einem Notprogramm auf den Plan.
OE24 auf Google bevorzugen

Wien. Die Stadt Wien und die Polizei haben ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Achse Westbahnhof bis zur U6-Station Gumpendorfer Straße präsentiert. Neben Schutzzonen kommt auch ein Alkoholverbot.

Die Stadt Wien und die Landespolizeidirektion wollen ihre Kräfte bündeln, um die Lage im öffentlichen Raum entlang der Achse Westbahnhof – U6 Gumpendorfer Straße nachhaltig zu verbessern, wie es in einer Mitteilung heißt.

Alkoholkonsumverbot am und um den Westbahnhof

Rund um den Westbahnhof, insbesondere am Europaplatz, rund um das Stationsgebäude der Wiener Linien, dem Helga-Pollak-Kinsky-Park und dem Christian-Broda-Platz, tritt ein Verbot für den Konsum von Alkohol in Kraft. Eine uniformierte Polizeipräsenz soll die Einhaltung strikt kontrollieren.

Drogen- und Alk-Hotspots bei U6: Stadt Wien greift mit Verboten durch
© Stadt Wien

Schutzzone im Bereich Fritz-Imhoff-Park

Zusätzlich wird eine dezidierte Schutzzone im Bereich des Fritz-Imhoff-Parks bis zur U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße eingerichtet. Diese Maßnahme dient dem besonderen Schutz von Minderjährigen und soll den dort verfestigten Drogenhandel nachhaltig bekämpfen. Der Zugang zu Versorgungsangeboten für Suchtkranke bleibt laut der Stadt jedoch ausdrücklich gewährleistet.

Drogen- und Alk-Hotspots bei U6: Stadt Wien greift mit Verboten durch
© Stadt Wien

Umbau für mehr Sicherheit

Um das subjektive Sicherheitsgefühl der Wienerinnen und Wiener zu stärken, werden auch infrastrukturelle Veränderungen vorgenommen. Der Fritz-Imhoff-Park erhält einen zusätzlichen Zaun für eine Nachtsperrung, um tagsüber weiterhin ein einladender Ort für Familien zu bleiben. Auch die Wiener Linien verstärken ihren Einsatz: An der U6-Station gibt es fixe Standposten, ungenutzte Durchgänge wurden vergittert und Sitzbänke werden entfernt oder versetzt, um längere Aufenthalte zu erschweren. Für eine bessere Sichtbarkeit sorgte die Stadt zudem durch zusätzliche Leuchten am Gürtel. Ein mobiler Arbeitscontainer erleichtert der Polizei künftig die Arbeit vor Ort.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden