Bauarbeiten starten

Sensation in Schönbrunn - Historisches Engelstor wird geöffnet

23.03.2026

Diese Woche beginnen die Bauarbeiten zur Öffnung des historischen Engelstors beim Schlosspark Schönbrunn. Ziel des Projekts ist es, den Zugang zum Areal in unmittelbarer Nähe des Verkehrsknotens Kennedybrücke zu verbessern.  

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© Schönbrunn Group
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Gute Nachrichten für alle Wien-Besucher und Ausflügler in Hietzing. In dieser Woche fällt der Startschuss für ein Bauprojekt, das den Zugang zum weltberühmten Schlosspark massiv erleichtern wird. Das historische Engelstor in unmittelbarer Nähe zur Kennedybrücke wird nach Jahrzehnten wieder für das Publikum geöffnet. Damit verschwindet eine mühsame Hürde für Tausende Menschen, die täglich mit der U4 oder der Straßenbahn anreisen. Die Fertigstellung der neuen Passage ist für den Herbst 2026 fest eingeplant.

Bequemer Weg für Öffi-Nutzer

Bisher mussten Gäste, die von der U-Bahn-Station Hietzing kamen, oft lange Umwege entlang der viel befahrenen Straße in Kauf nehmen. Das soll sich bald ändern. Durch das neue Tor gelangen Spaziergänger direkt in das grüne Herz von Schönbrunn. Besonders der Tiergarten profitiert von dieser neuen Lösung.

"Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt erfolgreich anstoßen konnten und jetzt gemeinsam umsetzen", betont Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Er verweist darauf, dass die Besucher künftig ganz bequem durch den wunderschönen Park zum Haupteingang des Zoos schlendern können. Auch für die Anrainer in Hietzing bedeutet die Öffnung eine deutliche Aufwertung ihres Naherholungsgebiets. "Mit der Öffnung des Engelstors machen wir Schönbrunn an einer weiteren Stelle zugänglich", erklärt Klaus Panholzer, der Geschäftsführer der Schönbrunn Group.

Wächterhäuschen nach historischem Vorbild

Damit das Areal sicher bleibt, entsteht im Eingangsbereich eine neue Portierloge. Diese orientiert sich optisch an der alten Wachstube, die früher an genau dieser Stelle stand und nach den Zerstörungen im Krieg abgetragen wurde. Die Architekten nutzen für den Wiederaufbau traditionelle Materialien wie Ziegel und Kalkmörtelputz. Auch eine moderne Polleranlage wird installiert, um die Sicherheit im Park zu gewährleisten.

© Schönbrunn Group

"Die Rekonstruktion dieses historischen Bauwerks war eine besondere Aufgabe", berichtet Architekt Georg Töpfer. Er musste die Pläne auf Basis weniger alter Fotografien erstellen, da das Gebäude im sensiblen UNESCO-Welterbeareal liegt. Das Ergebnis soll sich nahtlos in das imperiale Erscheinungsbild einfügen. Auch die Kaiserliche Wagenburg rückt durch den neuen Weg noch näher an das Zentrum des Geschehens. "Durch den neuen Zugang wird die Wegeführung für unsere Besucher deutlich komfortabler", hält Jonathan Fine, der Generaldirektor des KHM-Museumsverbands, fest.

© Atelier Architekt DI Georg Töpfer

Starkes Signal für mehr Lebensqualität

Das Projekt kostet insgesamt rund 650.000 Euro und wird durch eine Kooperation zwischen dem Tiergarten, der Schönbrunn Group, dem KHM-Museumsverband und den Bundesgärten finanziert. Auch die Stadt Wien unterstützt das Vorhaben kräftig. Für Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ) ist die Öffnung ein wichtiges Zeichen für die Verbindung zwischen urbanem Raum und Erholungsflächen.

"Mit dem neuen Zugang wird Schönbrunn noch stärker mit der Stadt verbunden und der Erholungsraum für die Wiener aufgewertet", zeigt sich Ludwig überzeugt. Er sieht darin einen spürbaren Mehrwert an einem der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte der Stadt.