Einigkeit bei Bankgeheimnis

Dieser Brief löst Polit-Krise aus

26.04.2013

Chefs fangen Krise ein – Finanzministerin muss schweigen.

Zur Vollversion des Artikels
© APA/ROLAND SCHLAGER
Zur Vollversion des Artikels

Das war knapp. Die Indiskretion um einen angeblichen Brief von Kanzler Faymann und Finanzministerin Maria Fekter an die EU brachte die Koalition fast zum Platzen.

Faymann attackierte seine Intimfeindin Fekter frontal
Faymann wetterte in Richtung seiner Intimfeindin: „Wir machen uns ja zur Lachnummer in Europa!“ Erst nach hektischen Telefonaten mit Vizekanzler Michael Spindelegger und dessen Zusage, dass sich Fekter in der Causa nicht mehr zu Wort melden wird, standen die Zeichen auf Entspannung.

In ÖSTERREICH mahnt Spindelegger: „Wir müssen mit einer Stimme sprechen.“ Freitagabend war es so weit: Faymann und Spindelegger gaben eine gemeinsame Linie zum Bankgeheimnis bekannt.

Österreich ist jetzt zu Verhandlungen bereit
Erst jetzt erklärt sich Österreich zu Gesprächen über das Bankgeheimnis bereit. In der ÖVP betonte man, dass Fekter eingebunden war.
Was war passiert? Das Protokoll des Brief-Streits.
■  Brief per Mail: Donnerstag gegen 16 Uhr langte ein E-Mail von Fekters Büro im Kanzleramt ein: Ein dreiseitiger Brief an EU-Kommissar Algirdas Šemeta in Sachen Bankgeheimnis.
■  Indiskretion: Faymanns Mitarbeiter lasen den Brief gerade durch, als die Aus­tria Presse Agentur um 16.27 Uhr bereits über einen gemeinsamen Brief Fekter-Faymann berichtete.
■  Bedingungen: Wie dieser an die APA gelangte, ist unklar, in der SPÖ verdächtigt man Fekter.
Klar ist: Fekter versuchte, Bedingungen für Verhandlungen mit der EU durchzusetzen. Was bei Faymann, der Fekter immer schon verdächtigte, Steuerhinterzieher zu schützen, das Fass zum Überlaufen brachte …



 
Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel