Kampf um Wehrpflicht

Faymann: Kanzler-Brief zum Bundesheer

28.12.2012

Faymann kämpft für Wehrpflicht-Aus. Was die SPÖ-Spitze zum Heer schreibt.

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© APA, Getty Images, Bundesheer
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SPÖ-Kanzler Werner Faymann hatte es vergangenen Sonntag im ÖSTERREICH-Gespräch angekündigt: „Ich werde mich persönlich für das Ende der Wehrpflicht einsetzen und auch gemeinsam mit Bürgermeister Häupl einen Brief dazu an die Wiener schreiben.“

Nun ist es so weit. Anfang Jänner sollen die Wiener Haushalte diese Post aus dem Kanzleramt erhalten. Auf einer Seite soll aufgelistet werden, warum sie am 20. Jänner bei der Volksbefragung über die Zukunft des Heeres für eine „Umstellung auf ein Profiheer stimmen sollen“.

Faymann wird auch einen Brief mit Burgenlands SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl verfassen. Die beiden anderen roten Landeshauptleute – Salzburgs Gabi Burgstaller und Steiermarks Franz Voves – machen bei der Aktion hingegen nicht mit.

Brief mit SPÖ-Argumenten gegen die Wehrpflicht
In dem Schreiben wird auch aufgelistet, warum ein Profiheer angeblich günstiger sei. Und natürlich werden Faymann, Häupl und Niessl – auch erklären, weshalb „die allgemeine Wehrpflicht jungen Menschen die Zeit“ raube.

In der aktuellen Gallup- Umfrage liegt die Wehrpflicht mit 52 zu 48 Prozent derzeit noch knapp vorne. In den drei Wochen bis zur Volksbefragung werden sich SPÖ und ÖVP ein unerbittliches Match liefern.

Am 8. Jänner treten Faymann und VP-Vizekanzler Michael Spindelegger dazu gegeneinander im ORF auf.

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