"Rote Eigenwerbung"
FPÖ fordert Rückzahlung der Förderung für Babler-Doku
03.05.2026Die Dokumentation über SPÖ-Chef Andreas Babler enttäuscht an den Kinokassen. Nach den geringen Besucherzahlen fordert die Wiener FPÖ nun eine Rückzahlung der öffentlichen Fördergelder.
Wien. Bereits zum Kinostart am 24. April hatte sich abgezeichnet, dass die Nachfrage für die Babler-Dokumentation "Wahlkampf" überschaubar bleiben wird. Es gab Berichte über fast leere Säle in Wiener Kinos, die nun durch die harten Zahlen der Kinocharts untermauert werden, auf die sich das Onlinemedium "Exxpress" in einem Bericht bezieht. Demnach sahen bisher gerade einmal 895 Menschen den Film über den SPÖ-Chef auf der Leinwand. Angesichts einer Unterstützung von rund 553.000 Euro an Steuergeld ergibt sich bei diesen Besucherzahlen ein rechnerischer Wert von knapp 617 Euro Förderung pro Kinokarte. Diese Bilanz rief nun den Kultursprecher der Wiener FPÖ, Lukas Brucker, auf den Plan.
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Kritik an Fördermittel für Babler-Doku
Der freiheitliche Politiker verlangt angesichts der leeren Säle die sofortige Rückzahlung der Wiener Fördermittel (Filmfonds Wien) in Höhe von 183.000 Euro. Brucker bezeichnete das Kino-Projekt als "rote Eigenwerbung" und "parteipolitische Propaganda", für die nicht die Allgemeinheit aufkommen dürfe. Wenn ein Film floppt, trage normalerweise der Produzent das Risiko. Brucker fordert: "Die SPÖ soll diesen Flop aus ihrer eigenen Parteikassa bezahlen. Es ist nicht Aufgabe der Wienerinnen und Wiener, für PR-Projekte eines amtierenden Parteichefs aufzukommen."
Unverständnis für Haltung der ÖVP
In seiner Stellungnahme teilte Brucker jedoch nicht nur gegen die Sozialdemokraten aus, sondern übte auch scharfe Kritik an der Wiener ÖVP. Da diese einem Antrag auf Förderrückzahlung nicht zugestimmt habe, warf er der Volkspartei "völlige Selbstaufgabe" vor. "Statt Opposition zu sein, betreibt sie nur mehr Anbiederung an die Ludwig-SPÖ und macht sich zum willfährigen Mehrheitsbeschaffer", sagt der FPÖ-Politiker.
Die SPÖ stellte bereits in der Vergangenheit auf ihrer Homepage klar, dass die Förderungen für die Babler-Doku "unter der Vorgängerregierung – also lange vor Andreas Bablers Amtszeit als Kulturminister – von unabhängigen Förderstellen genehmigt wurden". Weiters heißt es: "Das Österreichische Filminstitut entscheidet über Förderungen durch eigenständige, unabhängige Jurys – und zwar ohne politische Einflussnahme. Auch der Filmfonds Wien und das Land Niederösterreich haben Förderungen für 'Wahlkampf' genehmigt."