Linksextremismus
Kickl tobt: "Unfassbar, was hier abgeht!"
04.01.2026Der großflächige Stromausfall in Teilen der deutschen Hauptstadt Berlin mit Zehntausenden betroffenen Haushalten ist auf einen Anschlag von Linksextremisten zurückzuführen.
Ein Bekennerschreiben einer Organisation namens Vulkangruppe sei nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen als "glaubhaft" anzusehen, so ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Ermittlungen gingen aber weiter. Der Stromausfall dauert voraussichtlich noch bis Donnerstagnachmittag.
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Auch SPD-Innensenatorin Iris Spranger erklärte, das Bekennerschreiben sei "als authentisch eingestuft worden". Der Kabelbrand und der darauffolgende Stromausfall wurden nach Erkenntnissen der Behörden durch Brandsätze verursacht. Die betroffene Kabelbrücke am Teltowkanal sei "mit Brandsätzen versehen worden", sagte SPD-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Es handle sich "eindeutig" um eine "Vorsatzhandlung". Insgesamt seien fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel "durch mehrere Brandsätze" zerstört oder beschädigt worden.
"Rechnung präsentiert"
Auch FPÖ-Chef Kickl meldete sich zum Brandanschlag zu Wort. „Unfassbar, was hier abgeht!", schreibt der Freiheitliche auf Facebook. Der Linksextremismus werde vom System noch immer unterschätzt. „Nun bekommt man die Rechnung präsentiert", so Kickl.
Durch den infolge des Brands verursachten Stromausfall im Südwesten der deutschen Bundeshauptstadt waren seit Samstagfrüh insgesamt 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbeeinheiten von der Stromversorgung abgeschnitten. Bis Sonntagvormittag konnten nach Angaben von Giffey rund zehntausend Haushalte wieder an das Netz angeschlossen werden. Auch mindestens 150 Gewerbebetriebe hatten wieder Strom.
Mit der kompletten Wiederherstellung der Stromversorgung rechnete der Energieversorger Stromnetz Berlin aber erst bis Donnerstagnachmittag. Als Grund dafür nannte Giffey die kalte Witterung, die hohe Zahl der beschädigten Kabel und die komplexen Bedingungen für die Reparatur. So müsse an den Hochspannungskabeln bei Plusgraden gearbeitet werden, was unter anderem beheizte Baustellen erfordere.
Notunterkünfte eingerichtet
Betroffen von dem Stromausfall waren demnach die südwestlichen Berliner Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Die Behörden richteten drei Notunterkünfte und mehrere Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger zum Aufwärmen und Aufladen von Handys ein. Das Technische Hilfswerk stellte rund 140 Einsatzkräfte zur Verfügung. Die Polizei war auch am Sonntag mit rund 330 Beamten in den betroffenen Bereichen im Einsatz und richtete mobile Wachen ein.
In dem betroffenen Gebiet liegen auch Pflegeeinrichtungen, Schulen und Krankenhäuser. Die Kliniken waren am Sonntag nach Angaben von SPD-Gesundheitssenatorin Ina Czyborra wieder überwiegend am Netz, so dass keine Patienten verlegt werden mussten. Rund 20 betroffene Schulen sollen laut Senat zunächst bis Mittwoch geschlossen bleiben. Es soll Notbetreuungen geben.