Nach der Wahl
Koalition: Wer heiratet jetzt wen?
Die Koalitionen sind die große Unbekannte bei der heutigen Wahl. Wer wählt, wählt unbewusst auch eine Koalitions-Option mit.
Eine Stimme für die SPÖ ist am ehesten ein Votum für die Fortsetzung der Großen Koalition wie gehabt – ohne Risiko. Erst jenseits der 30 % könnte die SPÖ mit Rot-Grün-Neos liebäugeln.
Jede Stimme für Grüne und Neos führt zu Dreier
Die Stimme für die ÖVP führt am ehesten zur Umkehr der bestehenden Verhältnisse – Große Koalition mit schwarzem Kanzler. Nur bei über 27 % ist für die VP Schwarz-Blau denkbar.
Die FPÖ-Stimme erhöht die eher geringen Chancen für Schwarz-Blau.
Jede Stimme für Grün oder Neos bedeutet „koalitionspolitisch“, dass sich Rot-Schwarz alleine nicht mehr ausgeht – und eine Dreier-Koalition SPÖ/ÖVP mit Grünen oder Neos kommt.
Das wäre dann eine ganz neue Form der Koalition.
Ab 46,5 % wäre eine Große Koalition mathematisch bereits möglich, wenn Neos, BZÖ, Piraten und KPÖ nicht ins Parlament kommen und somit bis zu 8 % der Wählerstimmen „verloren“ gehen. Sonst steigt die Schwelle auf bis 48,5 %.