Krisen-Mission
Nahost-Krieg: Meinl-Reisinger startet heikle Saudi-Reise
06.04.2026Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt – jetzt greift Österreich diplomatisch ein. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger reist zu wichtigen Gesprächen nach Saudi-Arabien.
This browser does not support the video element.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) bricht am Montag zu einer zweitägigen Reise nach Saudi-Arabien auf. Geplant sind Gespräche mit Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud, dem Generalsekretär des Golfkooperationsrats Jassim Mohammed Al-Budaiwi sowie Wirtschaftsminister Faisal F. Alibrahim.
- Karner will Fußfessel für islamistische Gefährder
- Meinl-Reisinger telefonierte mit Mullah-Außenminister
- Phantom-Orden für Meinl-Reisinger
"Unser Ziel ist klar: Dieser Krieg muss so rasch wie möglich beendet werden", betonte Meinl-Reisinger.
Österreich setzt auf Diplomatie
Die Außenministerin unterstrich die Bedeutung sicherer Handels- und Energierouten und forderte deren rasche Stabilisierung. "Österreich schöpft alle diplomatischen Mittel aus, um aktiv zu einer Stabilisierung der Lage beizutragen und unsere nationalen Interessen zu schützen", erklärte sie.
Ziel der Reise sei es, Spannungen zu reduzieren und den Dialog zu fördern. "Wir bringen uns aktiv ein, vermitteln und positionieren Wien gezielt als Ort für Dialog, Verhandlung und konkrete Lösungen", so Meinl-Reisinger.
Intensive Gespräche in der Region
Seit Beginn des Krieges im Nahen Osten steht die Ministerin im engen Austausch mit internationalen Partnern. So telefonierte sie zuletzt mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi sowie mit Amtskollegen aus Israel und dem Libanon.
Diplomatie-Offensive läuft
Auch auf internationaler Ebene ist Österreich aktiv: In New York traf Meinl-Reisinger UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, um über Schritte zur Stabilisierung der Lage rund um die Straße von Hormuz zu beraten. Zudem empfing sie den Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate in Wien.
Darüber hinaus führte die Außenministerin Gespräche mit Vertretern aus Katar, Oman, Kuwait sowie mit dem EU-Sonderbeauftragten Luigi Di Maio. Auch mit Amtskollegen aus Ägypten, Aserbaidschan und der Türkei stand sie in Kontakt. Zuletzt war Meinl-Reisinger Ende Jänner in der Golfregion unterwegs.