ORF-General

Erste Polit-Reaktionen auf Weißmann-Rücktritt

09.03.2026

ORF-Generaldirektor Roland Weißmann ist zurückgetreten. Jetzt gibt es bereits erste Reaktionen aus der Politik.

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© APA/GEORG HOCHMUTH
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Gegen den bisherigen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann wurde der Vorwurf der sexuellen Belästigung erhoben. Der Vorfall soll sich bereits 2022, also am Beginn seiner Amtszeit, zugetragen haben. Weißmann selbst bestreitet die Vorwürfe und drohte bereits via seinem Anwalt mit "rechtlichen Konsequenzen."

Nun reagierten bereits die ersten Politikerinnen und Politiker. SPÖ-Bundesgeschäftsführer und Mediensprecher Klaus Seltenheim erklärte etwa: „Es ist gut, dass der ORF-Stiftungsrat seine Verantwortung wahrgenommen hat und angesichts offenbar gravierender Vorwürfe gegen den bisherigen ORF-Generaldirektor Weißmann rasch und konsequent gehandelt hat im Sinne der Reputation des Unternehmens.“ 

Es obliege nun dem Stiftungsrat, die Vorwürfe aufzuklären, so Seltenheim. Interimistisch übernimmt nun Radiodirektorin Ingrid Thurnher. Für Seltenheim sei es bezeichnend, "dass – wie so oft – es Frauen sind, die es wieder einmal richten müssen.“ 

Hafenecker: "Chance, Rolle als Regierungslautsprecher aufzugeben"

FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker erklärte: „Jetzt hat der ORF die Chance, seine selbstgewählte Rolle als
zwangssteuerfinanzierter Regierungslautsprecher aufzugeben und sich wieder seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag zu widmen. Ich bin gespannt, ob sie genützt wird“. 

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Maurer: "Richtiger und notwendiger Schritt" 

Die Mediensprecherin der Grünen, Sigrid Maurer, erklärte via Aussendung: “Der Rücktritt des ORF-Generaldirektors ist ein richtiger und notwendiger Schritt, um weiteren Schaden vom ORF abzuwenden. In einer Situation, in der schwerwiegende Vorwürfe im Raum stehen, ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und die Institution zu schützen.”

© APA/HELMUT FOHRINGER

NEOS fordern Transparenz 

„Die Beurteilung solcher Vorwürfe obliegt dafür vorgesehenen Stellen, nicht der Politik - die Wahrung eines professionellen, unabhängigen ORF jedoch schon“, erklärte NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos. Und: "Die Politik hat daher dafür zu sorgen, dass bei der Bestellung des neuen ORF-Generaldirektors beziehungsweise der neuen Generaldirektorin ein transparentes, professionelles und objektives Verfahren gewährleistet ist.“