FP fragt nach Kosten
Orgasmus-Kampagne von SPÖ-Ministerium wird Fall fürs Parlament
22.12.2025Das Orgasmus-Posting des roten Sozialministerium wird nun zum Fall für das Parlament.
Der 4. Advent fiel heuer mit dem "Welt-Orgasmus-Tag" zusammen. Das von Korinna Schumann (SPÖ) geführte Sozialministerium nahm das zum Anlass, um auf den sogenannten "Orgasmus-Gap" aufmerksam zu machen. Gemeint ist damit, dass Frauen seltener zum Höhepunkt kommen.
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Im Posting werden mehrere Fakten aufgezählt, die zum Teil mit zweideutigen Emojis wie einem "spritzenden Pfirsich" oder einer dicken Melanzani ausgeschmückt werden. Das Ministerium verweist etwa auf die positiven Effekte von Orgasmen, wie einer Stressreduktion, dem Senken des Schmerzempfindens oder der Entspannungsförderung.
Ursache für den "Orgasmus-Gap", also die "Orgasmus-Lücke", sei laut Sozialressort, dass das Verständnis von Sex männlich geprägt sei. Vermittelt werde das etwa durch "Mainstream-Pornos".
"Ihr seid doch total verrückt geworden"
In den Kommentaren erregten sich relativ rasch die Gemüter. Zahlreiche Kommentare äußerten wenig Verständnis für die Kampagne: "Ihr seid doch total verrückt geworden! Kümmert euch um Gesundheitswesen, Infrastruktur, Grenzschutz usw. In privaten Bereichen habt ihr nix verloren."
Vereinzelt finden sich allerdings auch positive Kommentare: "Da fühlen sich wohl viele Menschen ertappt im prüden, konservativen, patriarchalen Österreich", schreibt etwa eine Userin.
FPÖ macht Posting zum Fall fürs Parlament
Die FPÖ nimmt das Posting nun jedenfalls zum Anlass für eine parlamentarische Anfrage. Die blaue Abgeordnete Lisa Schuch-Gubik will wissen, wie viel die Kampagne den Steuerzahler gekostet hat.
"SPÖ-Sozialministerin Schumann hat offenbar nichts Besseres zu tun, als den Welt-Orgasmus-Tag auf Facebook groß abzufeiern, inklusive Melanzani- und Pfirsich-Emojis. Von dieser Verlierer-Ampel ist man zwar schon einiges gewohnt, aber dass man sich drei Tage vor Weihnachten dem Thema Orgasmus widmet, ist besonders skurril", so die FPÖ-Mandatarin.