Parteisender

FPÖ startete "Austria First"-Radio ohne Musiknutzungs-Lizenz

20.01.2026

Die FPÖ startete ihren Partei-Radiosender offenbar ohne Lizenz für die Musiknutzung. 

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Am Wochenende startete die FPÖ ihren neuen Radiosender "Austria First". Allerdings ohne die nötigen Verträge mit den Musikverwertungsgesellschaften, wie der "Standard" berichtet. 

Das bestätigt auch der Geschäftsführer der für Interpreten zuständigen Verwertungsgesellschaft LSG, Thomas Auböck. In Sachen Leistungsschutzrecht sei "Austria First" damit ein "nicht lizenziertes Webradio". 

Die FPÖ hat sich vor dem Sendestart bei der Verwertungsgesellschaft AKM wegen einer Lizenzierung gemeldet, hier sei man aber noch "in Verhandlungen". 

Keine Auskunft zu den Kosten 

Zu Hörerzahlen und anstehenden Studiogästen will sich die FPÖ auf oe24-Anfrage übrigens nicht äußern. Das werde "zur gegebenen Zeit direkt im Programm von AUSTRIA FIRST und nicht über andere Medien" kommuniziert, heißt es. 

Auch zu den Kosten will man auf oe24-Nachfrage nichts sagen: "Alle finanziellen Informationen werden – ebenfalls zur gegebenen Zeit – den entsprechenden Organen transparent offengelegt und in der gesetzlich vorgesehenen Form veröffentlicht." Jedenfalls läuft auf dem Sender auch regelmäßig Werbung, etwa für Rechtsaußen-Portale oder für ein Buch eines Verlags.

Am Montag verkündete "Austria Frist", dass nach zwei Tagen 65.000 verschiedene Hörer eingeschaltet hätten. Am Tag des Sendestarts seien es 42.000 unterschiedliche Hörer gewesen. 

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