Gemeinderatswahl

Wahlbeben in St. Pölten: SPÖ verliert Absolute, ÖVP vor FPÖ

25.01.2026

Die Wahllokale haben bereits seit 16 Uhr geschlossen. Jetzt liegt das vorläufige Ergebnis vor: Die SPÖ verliert demnach die absolute Mehrheit, die ÖVP liegt knapp vor der FPÖ. 

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Jetzt ist das vorläufige Ergebnis der Gemeinderatswahl in St. Pölten da: Die SPÖ verliert die absolute Mehrheit deutlich, die ÖVP landet knapp vor einer verdoppelten FPÖ. Die Wahlbeteiligung war erneut niedrig. 

  • SPÖ: 42,53 Prozent (-13,49 Prozentpunkte, 19 Mandate)
  • ÖVP: 21,38 Prozent (-1,36 Prozentpunkte, 9 Mandate)
  • FPÖ: 19,75 Prozent (+10,8 Prozentpunkte, 8 Mandate)
  • Grüne: 9,66 Prozent (+1,65 Prozentpunkt, 4 Mandate)
  • NEOS: 2,72 Prozent (-0,47 Prozentpunkte, 1 Mandat)
  • KPÖ: 3,82 Prozent (+2,71 Prozentpunkte, 1 Mandat)
  • LMG: 0,13 Prozent

Damit hat die SPÖ fast 14 Prozentpunkte im Vergleich zu 2021 verloren. Die rote Bastion ist damit gefallen. Die SPÖ hatte immerhin seit 1965 die absolute Mehrheit in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. 

Eine Sensation gab es auch bei der KPÖ: Die Kommunisten ziehen erstmals seit den 80er-Jahren wieder ins Rathaus ein. 

Das Balkendiagramm zeigt die Ergebnisse der Gemeinderatswahl in St. Pölten 2024. Die SPÖ erhält mit 42,5 % die meisten Stimmen, verliert aber deutlich. Die ÖVP kommt auf 21,4 %, die FPÖ erreicht 19,8 % und gewinnt stark dazu. Die Grünen erzielen 9,7 %, KPÖ 3,8 % und NEOS 2,7 %. Die Wahlbeteiligung liegt bei 59,1 %. Im Gemeinderat hat die SPÖ 19 Sitze, die ÖVP 9, die FPÖ 8, die Grünen 4 sowie NEOS und KPÖ je 1 Sitz. Quelle: APA.

Stadler gibt Bundes-SPÖ Mitschuld 

SPÖ-Spitzenkandidat und Bürgermeister Matthias Stadler machte auch den "Bundestrend", der hier "durchgeschlagen" habe, mitverantwortlich. Er will aber "an Bord bleiben" und nun mit allen Parteien in Verhandlungen treten. 

ÖVP-Spitzenkandidat Florian Krumböck sprach von einem "historischen Abend, der die Stadt St. Pölten verändern wird". Die Volkspartei habe "für die Umstände ein solides Ergebnis" eingefahren, mit dem dem Bundestrend getrotzt worden sei. Die niederösterreichische Landeshauptstadt habe "frischen Wind gewählt", man werde alles dafür tun, das auch zu ermöglichen.

"Überglücklich" angesichts der Zugewinne für die FPÖ zeigte sich deren Listenerster Landesrat Martin Antauer. Man habe "ein ganz starkes Zeichen" gesetzt, das Resultat offenbare, "dass die Bürger freiheitliche Politik im Rathaus wollen". Antauer zeigte sich auch froh über das Brechen der SPÖ-Absoluten. In den kommenden Tagen wollen sich die Blauen zusammensetzen und mit allen Parteien Gespräche führen.

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