Toter Sektionschef
Peter Pilz zu 4.500 Euro Strafe verurteilt in Pilnacek-Fall
20.01.2026
ZackZack-Agitator Pilz mit „falschem Vorwurf“ in der Causa um den toten Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek.
Politpensionist Peter Pilz hat eine Strafe vor Gericht erhalten. Ein Richter verurteilte ihn zu einer Entschädigungszahlung von 4.500 Euro an den Journalisten Gernot Rohrhofer, der eine Servus-Dokumentation zum Fall Christian Pilnacek gedreht hatte.
Fotos der Leiche
Auf seinem Medium ZackZack hatte Pilz nach der Servus-Dokumentation behauptet, dass Rohrhofer die Leichenfotos von Justizsektionschef Christian Pilnacek – welche er einem Gerichtsmediziner zeigte – auf illegalem Weg erhalten habe. Von der Polizei oder der Staatsanwaltschaft, stellte Pilz in den Raum.
Tatsächlich gab es „null Substrat für die Veröffentlichung", stellte der Richter fest. Rohrhofer hatte die Fotos aus dem Umfeld von Pilnaceks Witwe Caroline List, die rechtmäßigen Zugriff auf die Fotos im Akt hatte. Es ist einer von vielen Prozessen, die Pilz derzeit in der Pilnacek-Causa verliert. Neben der Entschädigung muss er auch die Prozess-Kosten bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Erst im Dezember war der Verlag von Peter Pilz nicht rechtskräftig wegen übler Nachrede schuldig gesprochen worden. Pilz hatte in seinem Buch zum Todesfall Pilnacek angedeutet, mehrere Spitzenbeamte hätten im Auftrag der ÖVP versucht, Ermittlungen zu beeinflussen und Fakten zu vertuschen. Der Verlag von Pilz muss laut Gericht insgesamt 57.000 Euro Entschädigung zahlen. Ab Rechtskraft soll das Buch eingezogen werden.