Friendship Award

Pröll erhält Israel-Freundschaftspreis

29.04.2026

Die israelische Botschaft in Wien verleiht den Israel Friendship Award 2026 an den ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll. 

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Auch der Rektor der Medizinischen Universität Wien, Markus Müller, sowie Monika Polzin, Vorständin des Instituts für die Internationalisierung des Rechts an der Wirtschaftsuniversität (WU), erhalten die Auszeichnung, die im Rahmen eines Empfanges für den 78. israelischen Unabhängigkeitstag vergeben wird, wie die Botschaft am Mittwoch mitteilte.

Der 2022 ins Leben gerufene Freundschaftspreis würdigt Persönlichkeiten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft für ihr besonderes Engagement zur Stärkung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Israel und Österreich. Er wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Pröll habe bereits in seiner Funktion als Vizekanzler bei offiziellen Besuchen in Israel zur Festigung der bilateralen Beziehungen beigetragen, begründete die Botschaft die Auszeichnung. Auch als Chef des Österreichischen Fußballbundes setze er diesen verbindenden Weg fort.

Zu Polzin hieß es in der Erklärung, dass die Universitätsprofessorin im internationalen Diskurs über Israel immer eine klare Position einnehme. "Juristischen Kampagnen tritt sie mit fundierten wissenschaftlichen Analysen entgegen und kritisierte das Versagen der UN im Umgang mit der Hamas scharf." Damit leiste sie einen unverzichtbaren Beitrag für "eine faire und faktenbasierte Beurteilung des jüdischen Staates". Müller wiederum engagiere sich für Forschungskooperationen mit Israel, unter anderem an der Universität in Tel Aviv, wo er auch im Board of Governors vertreten sei. Zugleich setze er ein klares Zeichen für historische Verantwortung, indem er mit dem jährlichen Gedenken am "Mahnmal des Vergessens" die Erinnerung an den Holocaust fest im universitären Alltag verankere.

Botschafter: Wahre Führungsstärke in schwierigen Zeiten

Der israelische Botschafter in Österreich, David Roet, würdigte die Preisträger mit folgenden Worten: "In diesen schwierigen Zeiten zeigt sich wahre Führungsstärke in Klarheit und Mut. Durch ihr Wirken beziehen die Preisträger des Israel-Freundschaftspreises 2026 klar Stellung und stärken die Beziehungen zwischen Israel und Österreich." Der Diplomat verwies auch auf das diesjährige Jubiläum des 70. Jahrestags der Aufnahme vollwertiger diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Österreich.

Die UNO kritisiert Israel immer wieder wegen seines Vorgehens im Gazastreifen und im Libanon sowie den israelischen Siedlungsaktivitäten in den besetzten palästinensischen Gebieten. Die UNO wirft dem Land dabei Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Völkerrecht vor. Der Internationale Strafgerichtshofs (IStGH) erließ im November 2024 einen Haftbefehl gegen Israels Premier Benjamin Netanyahu im Zusammenhang mit dem israelischen Vorgehen im Gaza-Krieg.