Parteivorstand
SPÖ-Parteitag: Marterbauer bekam 99,66 Prozent der Stimmen
08.03.2026Finanzminister Markus Marterbauer ist gut in den SPÖ-Strukturen angekommen.
Beim ordentlichen Parteitag am gestrigen Samstag kandidierte er 62-jährig erstmals für die Funktion in einem Gremium und das klappte gleich ganz ausgezeichnet. Bei der Kür des Parteivorstands erhielt er 99,66 Prozent der Delegierten-Stimmen. Das ist der beste Wert aller Partei-Promis.
Ebenfalls als Liebling der Basis entpuppte sich Regierungskoordinatorin Michaela Schmidt. Sie erhielt im Vorstand dasselbe Ergebnis wie Marterbauer und im Präsidium, für das sie im Gegensatz zu Marterbauer ebenfalls kandidierte, nach Tirols Landeschef Philip Wohlgemuth das zweit beste Ergebnis. Auch Frauenvorsitzende Eva Maria Holzleitner überzeugte im Präsidium mit 98,99 Prozent (Vorstand 97,82).
Babler im Vorstand stärker
Insgesamt fielen die Ergebnisse im Vorstand, die erst nach Ende des Parteitags veröffentlicht wurden, sehr gut aus. Kein einziger Kandidat blieb unter 90 Prozent. Auch Andreas Babler kam hier auf einen deutlich besseren Wert als bei der Wahl des Vorsitzenden. Während er da nur gut 81 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich vereinen konnte, waren es bei der Vorstandswahl 92,44 Prozent.
Sowohl im Präsidium mit nur 89 Prozent als auch im Vorstand mit knapp 93 Prozent vergleichsweise schwach schnitt Partei-Kassier Christoph Matznetter ab. Hintergrund dürfte sein, dass er im Nationalrat auf das Mandat der neuen Wiener Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch nachrückt, womit die Frauenquote so weit sinkt, dass sogar ein Teil der Klubförderung verloren geht. Der Ärger darüber bildete sich auch in Reden am Parteitag ab. Die Wiener Delegierte Stefanie Grötz meinte gar, die Männer in der Partei könnten froh sein, dass die Frauen nur Gleichberechtigung und nicht Rache forderten.