Sonntagsfrage

SPÖ zieht in Umfrage davon

09.02.2013

SP in Kärnten 6 Prozent vor FPK. Duell: Stronach besiegt Strache.

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Damit hat niemand gerechnet: Zwar fordern 54 % der Wähler ein „Veto“ Österreichs gegen das EU-Budget, wenn bei uns nicht der gesamte Rabatt erhalten bleibt, und nur 22 % glauben, die Halbierung unserer Rabattzahlung sei „akzeptabel“.

Doch Werner Faymann und die SPÖ sind trotzdem die Umfragesieger der Woche. Weil die Österreicher offenbar schätzen, dass der Kanzler in Brüssel nächtelang verhandelte, legt die SPÖ in der Gallup-Sonntagsfrage auf 28 % zu.

Die ÖVP hält stabil mit 25 % Platz 2. Die FPÖ ist mit 21 % weiter nur Nummer 3. Die Grünen verlieren leicht auf 13 % und Frank Stronach schwächelt weiter: Nur 8 % für das „Team Stronach“.

 

© TZ ÖSTERREICH/Gallup

Kanzler ist der Aufsteiger - © TZ ÖSTERREICH/Gallup

 

Plus für Kanzler
Klares Plus für Faymann nach dem Brüssel-Marathon auch in allen Persönlichkeitswerten: In der Kanzlerfrage legt Faymann um 2 % zu – auf 19 % in den Rohdaten und 34 % in der Hochrechnung. Spindelegger liegt nun deutlich zurück: Direkt zum Kanzler wählen würden ihn in den Rohdaten 16 %, in der Hochrechnung 30 %.

Im Parteichef-Barometer von Gallup verbessert sich Faymann durch seine EU-Präsenz deutlich: Immerhin 28 % sind mit ihm zufrieden, nur noch 48 % sehen ihn negativ. Sein Saldo „verbessert“ sich auf minus 20 %, ein Plus von 4 % in nur einer Woche. Auch Spindel­egger verbessert seine Popularitätswerte – von minus 13 % auf minus 11 %. Strache und Stronach – die beiden EU-Kritiker – verschlechtern sich dagegen.

SPÖ ist Europa-Partei
Interessant auch die EU-Frage: Die SPÖ ist erstmals zur Europa-Partei Nummer 1 geworden. 26 % der Österreicher glauben, dass SPÖ und Faymann unsere Interessen in Brüssel am besten vertreten. Nur mehr 24 % sehen die ÖVP als beste Vertretung.

Duell: Stronach besiegt Strache

Laut Gallup-Umfrage kommt die FPÖ derzeit auf 21 % der Wähler, die Stronach-Partei auf 8 %. Aber in allen (!) Detailfragen gewinnt Stronach:

  • Stronach liegt beim Potenzial erstmals vor Strache: Er ist bereits für 32 % wählbar, Strache nur für 28 %.
  • 39 % finden Stronach sympathischStronach, nur 24 % sagen das von Strache.
  • Auch bei der Glaubwürdigkeit liegt der Austro-Kanadier mit 33 %:24 % vorne
  • Deutlich ist der Vorsprung bei Wirtschaftskompetenz: Stronach 61 %, Strache 12 %.
  • Interessant: 30 % halten den 80-jährigen Stronach für reformfähiger als Strache (24 %).

 

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Kärnten: SPÖ 6 % vor FPK

Die Kärnten-Wahl wird immer spannender: Laut neuester Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH liegt in Kärnten vier Wochen vor dem Wahltag die SPÖ mit 32 % in Führung. Doch der Vorsprung schmilzt – die SPÖ verlor in den letzten beiden Wochen 1 %.

Die FPK von Landeshauptmann Dörfler stürzt von 45 % bei der letzten Landtagswahl auf nur noch 26 % in der Gallup-Hochrechnung ab. Doch die Dörfler-Truppe holt auf – und verbessert sich in den letzten zwei Wochen um 1 %. Der Vorsprung von Rot auf Blau verringert sich also in nur zwei Wochen von 8 % auf nur mehr 6 %.

© TZ ÖSTERREICH/Gallup

Kärnten-Umfrage - © TZ ÖSTERREICH/Gallup

Überraschend stark in der Gallup-Hochrechnung die Grünen um Aufdecker Holub mit 13 %, schwach mit nur mehr 12 % die ÖVP. Sensationell hält sich das Team Stronach mit 10 %, aber auch das BZÖ wäre in Kärnten mit 6 % im Landtag.

In einer Direktwahl des Landeshauptmanns dagegen führt nach wie vor – wenn auch hauchdünn – Gerhard Dörfler mit 25 % vor Peter Kaiser mit 23 %.
 

Dörfler: "Lade Stronach nach Kärnten ein"

ÖSTERREICH: Was ist Ihr Ziel für die Wahl am 3. März?
Gerhard Dörfler: Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Landeshauptmann auch am 4. März Gerhard Dörfler heißt.

ÖSTERREICH: Mit wem würden Sie am liebsten zusammenarbeiten?
Dörfler: Ich schließe keine Partei aus.

ÖSTERREICH: Was erwarten Sie von Frank Stronach?
Dörfler: Vielleicht gibt es Möglichkeiten, massiv zu investieren. Wenn Onkel Erwin Mr. Frank schlecht behandelt, lade ich Stronach und seine Unternehmensgruppe nach Kärnten ein.

ÖSTERREICH: Der Wahlkampf ist schmutzig – braucht es ein Fairnessabkommen?
Dörfler: Man muss nur fair sein, dazu braucht man kein Abkommen.

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