Frauenquote gedrückt

SPÖler im ORF konfrontiert: Sie kosten Klub 160.000 Euro jährlich!

03.05.2026

Heiße Diskussion um viel Geld am Sonntag im ORF. SPÖ-Abgeordneter rückte in Nationalrat nach, darauf verlor der rote Klub mehr als hunderttausend Euro Förderung.

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© Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS
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Nach dem Ausscheiden von Elke Hanel-Torsch aus dem Nationalrat (sie wurde Wohnbaustadträtin in Wien) rückte Christoph Matznetter heuer nach. Der SPÖ-Bereichssprecher für Wirtschaft wurde deshalb in der ORF-Sendung Hohes Haus am Sonntag gegrillt.

Geldfrage: 160.000 Euro im Jahr weg

"Sie haben die Frauenquote gedrückt im SPÖ-Klub. Von 41% auf 39%", sagt die Moderatorin der Sendung zu Maznetter. Das sind 3% der Klubförderung. Der SPÖ entgehen so 160.000 Euro im Jahr. Maznetter sagt: "Die Wiener Partei hat mehr Frauen als Männer im Nationalrat. Aber Wien kann nicht alles ausgleichen. Ich war der nächste nach Elke auf der Landesliste." Er sieht keinen Fehler in seinem Nachrücken und schildert: "Die Landesliste und Wahlkreise waren so gestaltet, dass mehr Frauen als Männer aus Wien im Nationalrat sind und das ist auch weiterhin der Fall." Die  160.000 Euro im Jahr Frauenförderung sind freilich weg, weil die Quote unter 40 % gefallen ist.

Topjobs oft männlich in Babler-SPÖ

"Die höchste Funktion im Nationalrat, die 3. Nationalratspräsidentin Doris Bures, ist eine Frau", sagt Maznetter auf den Vorwurf, das in der SPÖ noch viele Spitzenposten männlich besetzt seien. Von Andi Babler abwärts bis zu allen neun Landeschefs sind alles Männer. Aber es stimmt, die protokollarisch höchste SPÖ-Position im Nationalrat ist die 3. Nationalratspräsidentin Doris Bures. 

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