Kritik am ORF-Star

"Voting-Watsche": Strache attackiert Armin Wolf

27.04.2017

FPÖ-Chef Strache übt erneut scharfe Kritik an ORF-Moderator Armin Wolf.

Zur Vollversion des Artikels
© APA
Zur Vollversion des Artikels

Seit Montagfrüh konnten die oe24-User darüber abstimmen, ob die Interviews von ZIB2-Moderator Armin Wolf "hart, aber fair" oder "arrogant und respektlos" seien. Ausgelöst hatte die Diskussion ein Interview von Vize-Technik-Direktor Thomas Prantner, der Wolf im "profil" Verhörmethoden vorwarf.

Voting-Duell auf Social Media

Bis zuletzt war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Wolf-Befürwortern und denjenigen, die Wolf als Interviewer zu hart finden. Dementsprechend groß war auch die Teilnahme am Online-Voting auf oe24.at  - rund 100.000 User lieferten sich eine regelrechte "Voting-Schlacht". Auf den Social-Media-Kanälen wurde von beiden Lagern massiv Werbung für das Voting gemacht: auf der einen Seite die Wolf-Fans wie Falter-Chefredakteur Florian Klenk oder AMS-Chef Johannes Kopf. Auf der anderen Seite die Kritiker, allen voran die beiden FPÖ-Politiker HC Strache und Norbert Hofer.

Wolf-Gegner hatten am Ende knapp die Nase vorne

Am Montagabend hatten die Armin-Wolf-Fans die Nase noch vorne, da stand es 51:49 pro Wolf. Am Dienstag wurde das Voting dann zum Thriller. Schlussendlich konnte das Anti-Wolf-Lager sich knapp durchsetzen: 51,1 Prozent stimmten gegen Wolf, dessen Interviews seien "arrogant und respektlos". 48,9 Prozent waren der Meinung, Wolf interviewe "hart, aber fair". Somit hatte das Lager um den ORF-Vize-Technik-Direktor Thomas Prantner am Ende die Nase vorne. 

Harte Kritik

FPÖ-Chef Strache nahm das oe24-Voting zum Anlass, um erneut Kritik am ORF-Anchor zu üben. „Ein ORF-Moderator sollte das ORF-Publikum jedenfalls nicht so derart polarisieren, sondern die überwiegende Mehrheit der ORF-Seher und Zwangsgebührenzahler mittels journalistischer Qualität, gelebter Objektivität und Überparteilichkeit überzeugen“, so der Freiheitliche. Dies sei laut Strache „offensichtlich nicht der Fall“.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel