Es flogen die Fetzen

Kern & Kurz: Hassduell im TV

08.10.2017

Am Sonntag kam es zum harten Schlagabtausch zwischen Kern und Kurz in Causa Silberstein.

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© APA/HERBERT NEUBAUER
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Showdown vor den TV-Kameras: Am Sonntag kam es zum wahren Fernseh-Marathon für Christian Kern (SP) und Sebastian Kurz (VP). Der Schlagabtausch begann schon am Vormittag für den Kanzler und den Außenminister. Beide waren in der ORF-Pressestunde zu Gast, allerdings hintereinander, nicht gleichzeitig.


 

Kurz: "Die Sache ist einfach, SPÖ hat Silberstein geholt"

  • Kurz über Silberstein: „Es ist nicht so kompliziert: Die SPÖ hat Silberstein nach Österreich geholt, bezahlt und ihn gesteuert.“

  • Konter von Kern: „Tun Sie nicht so, als ob Sie das Opferlamm wären, ich habe 15 Monate mit Ihnen zusammengearbeitet.“

  • Kurz zu Dirty Campaigning: „Sie hören ja gar nicht auf, anzupatzen. Tal Silberstein zu engagieren und sich dann wundern, dass man Dirty Campaigning bekommt, ist so, als ob man ein Auto kauft und sich dann wundert, dass man ein Auto hat.“

  • Kern versucht Thema zu wechseln: „Sie bauen nur eine Nebelwand auf, ich will jetzt über Inhalte reden.“

  • Kurz über Silberstein: „Mein Mitarbeiter hat bereits erklärt, dass das nicht stimmt. Den Rest werden die Gerichte klären. Ich finde aber, es braucht den Straftatbestand des Dirty Campaigning, damit sich da niemand mehr entziehen kann.“

  • Kern versucht sich von PR-Profi Peter Puller zu distanzieren: „Machen Sie das nicht schon wieder. Puller hat in keinster Weise ein Verhältnis mit der SPÖ. Der war nicht von uns angestellt. Sie verbreiten ständig Unwahrheiten.“

  • Kurz fordert Verbot: „Derzeit kommen jene, die schmutzige Methoden im Wahlkampf anwenden, ungeschoren davon. Strukturelles Dirty Campaigning und das bewusste Herabsetzen des politischen Gegners durch Falschmeldungen sollen daher verboten werden.“

  • Themenwechsel: Kurz über Kerns Zeit bei den ÖBB: „Die Gehälter des ÖBB-Vorstandes sind um 40 Prozent gestiegen. Jene der ÖBB-Mitarbeiter nur um 14 Prozent. Finden Sie das wirklich o.k.?“

  • Kern über ÖVP-Großspender: „Das ist der pure Klassenkampf, der gerade aus Ihren Worten trieft. Sie nehmen das Geld von Pierer & Co. (Anm.: KTM-Chef, spendete über 400.000 Euro) und dann tun Sie so, als ob Sie auf der Seite der Arbeitnehmer wären.“

  • Kurz über Gerichtsentscheidung: „Die SPÖ hat bei Gericht verlangt, dass ich nicht mehr sagen darf, dass es dubiose Vereinskonstruktionen gibt, um die Parteienfinanzierung zu umgehen. Das Gericht hat entschieden, ich darf das sagen. Warum? Weil es diese dubiosen Konstruktionen natürlich gibt.“

  • Kurz über seine Amtszeit: „Sie überdribbeln sich selbst mit Anschuldigungen gegen meine Person. Ich bin erst seit drei Monaten Chef der ÖVP. Sie versuchen mich die ganze Zeit in eine Richtung zu positionieren, was nicht der Wahrheit entspricht. Bitte hören Sie auf damit, das ist nicht seriös.“

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