Ungewöhnliche Aktion

An einem Wochenende die Welt putzen

© Buenos dias

Von 15. bis 17. September putzen Millionen Freiwillige die Sehenswürdigkeiten der Welt - beim Clean up the World. 122 Staaten nehmen teil.

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Zum 17. Mal geht das "Clean Up The World Weekend" vom UN-Umweltprogramm UNEP vom 15. bis 17. September über die Bühne. Mehr als 600 Organisationen haben mehr als 35 Mio. Menschen in 122 Ländern dazu mobilisiert, weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie etwa den Nil, die Copacabana oder den Hafen von Sydney zu säubern. Allerdings werden auch weniger bekannte Plätze von der Aktion profitieren.

Müll für 5.700 Schwimmbecken gesammelt
"Es sollte eigentlich mehr als nur eine einfache Säuberungsaktion sein", so Elisabeth Wächter, UNEP-Medienbeauftragte. "Es werden auch Dörfer oder Stadtteile von Müll befreit. Zudem wird die Bevölkerung über Recycling, Wasser- und Umweltschutzprojekte informiert", erklärt die Expertin. Während der vergangenen 13 Jahre haben die Freiwilligen insgesamt 3,5 Mio. Tonnen Müll gesammelt. Das reiche aus, um mehr als 5.700 olympische Schwimmbecken zu füllen. Zu dem am häufigsten gesammelten Müll gehören etwa Glas-, Plastik- und Metallabfälle, aber auch Zigarettenkippen.

Selbst im Meer wird geputzt
"Von den weltberühmten Schauplätzen bis hin zu kleinen Dörfern, die für lokale Gemeinschaften große Bedeutung haben, soll diese Aktion Menschen zusammenführen und eine Verbesserung der Umweltsituation bringen", so Ian Kiernan, Vorsitzender und Gründer dieser Kampagne. Wie umfassend die Säuberungsaktionen sein werden, machen etwa 14 Mittelmeerländer deutlich. Neben Putz- und Säuberungstrupps an Land, werden auch Taucher und Schnorchler das Meer von Unrat befreien.

Von Rio bis zu den Philippinen
Schulkinder, Taucher, Schnorchler und Freiwillige werden Rios berühmtesten Strand, die Copacabana, reinigen. Auch die Küste von Neufundland wird von Freiwilligen gesäubert. Die chinesische Stadt Shaoxing am Yangtse-Delta wird von einem Team Radfahrern von Müll befreit. Speziell sollen Straßen von Plastikabfall gesäubert werden. Australische Freiwillige werden nicht nur im eigenen Land tätig sein, sondern auch auf den Philippinen, in Ghana und auf den polynesischen Tonga-Inseln die Idee des Müllsammelns vorzeigen. Zu den Ländern mit der stärksten Publikumsbeteiligung zählen Indien, Nigeria, Argentinien und Kenia.