Bundesliga

0:0 - Austria erkämpft Punkt in Grödig

27.09.2014

Wolfsberg gegen Admira 2:1 - Ried gewinnt in Niederösterreich.

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© gepa
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SV Grödig - Austria Wien Endstand 0:0
Grödig, Das.Goldberg-Stadion, 1.805, SR Hameter.

Der Erfolgslauf der Wiener Austria ist am Samstag gebremst worden. Nach drei Pflichtspielsiegen in Serie musste sich die Austria in der 10. Runde der Fußball-Bundesliga auswärts gegen SV Grödig mit einem gerechten 0:0 zufriedengeben. Die Austria rückte um einen Platz auf Tabellenrang sechs vor, die mittlerweile fünf Spiele sieglosen Grödiger folgen mit einem Zähler weniger auf Rang acht.

Nach 30 Minuten ohne einen einzigen Torschuss nahm die Partie vor 1.800 Zuschauern Fahrt auf. Vor allem dank der Austria, die einen Gang zulegte und zwei dicke Chancen auf die Führung vergab. Nach Flanke von Kapitän Markus Suttner von der linken Seite klatschte ein Kopfball von Daniel Royer an die linke Stange (38.). Kurz vor der Pause rettete Grödig-Tormann Cican Stankovic mit einer Fußabwehr gegen Royer (45.+1).

Austria-Tormann Heinz Lindner musste vor der Pause kein einziges Mal ernsthaft eingreifen, ein Kopfball von Yordy Reyna ging über sein Tor (35.). Die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten gehörte dann aber ganz klar den Hausherren. Philipp Huspek (50.) und Reyna (54.) schossen daneben, ein Kopfball von Reyna landete an der rechten Stange (57.).

Die Grödiger hatten allerdings auch Glück, dass es nach einem Zweikampf zwischen Robert Strobl und Marco Meilinger nicht Elfmeter für die Wiener gab (55.). Die Partie blieb lebhaft, auch wenn die Treffer fehlten. Daniel Schütz (76.) und Matthias Maak (82.) bzw. Roman Kienast (72.) und Royer (94.) vergaben die Matchbälle auf beiden Seiten.

Damit endete auch das zweite Saisonduell unentschieden, in Wien hatte die Partie 1:1 geendet. Zudem blieben die Austrianer auch beim dritten Gastspiel in Grödig sieglos, zumindest holte man aber zum ersten Mal einen Punkt.

Grödig: C. Stankovic - Potzmann, Maak, Strobl, Martschinko - Brauer, Völkl (51. Djuric) - Schütz (76. R. Wallner), Nutz, Huspek - Reyna (88. Boller)
Austria: Lindner - Stryger Larsen, Ramsebner, Rotpuller, Suttner (80. Th. Salamon) - Holland (26. M. Leitgeb), Meilinger - A. Grünwald (70. Kienast), Mader, Royer - Damari

   Gelbe Karten: Brauer, Strobl bzw. Stryger Larsen, A. Grünwald, M. Leitgeb

   Die besten Spieler: C. Stankovic, Reyna, Huspek bzw. Meilinger, Royer

 

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WAC - Admira Endstand 2:1 (1:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 4.500 (richtig), SR Harkam.
Torfolge: 1:0 ( 3.) P. Zulj, 1:1 (51.) Sulimani, 2:1 (89.) Standfest

Der WAC bleibt auch nach der 10. Runde Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Die Wolfsberger feierten am Samstag gegen die Admira einen 2:1-(1:0)-Heimsieg und liegen damit sechs Punkte vor dem ersten Verfolger Red Bull Salzburg, der am Sonntag im Schlager auswärts auf Rapid trifft.

Das Siegestor durch Joachim Standfest fiel vor 4.500 Zuschauern in der Lavanttal-Arena in der 89. Minute, davor hatten Peter Zulj (3.) beziehungsweise Benjamin Sulimani (51.) getroffen. Der WAC-Führung ging eine optimale Flanke von Standfest voraus, Zulj verwertete aus wenigen Metern per Kopf.

Schon kurz zuvor hatten die Wolfsberger die große Chance auf die Führung vergeben: Nach einem Corner kam Nemanja Rnic aus wenigen Metern zum Schuss, war davon aber sichtlich überrascht und schoss den Ball genau auf Admira-Goalie Andreas Leitner.

Danach hatte der Schlussmann der Gäste außer bei zwei eher harmlosen Schüssen von Jacobo (15., 29.) praktisch nichts zu tun. Selbiges galt für sein Gegenüber Alexander Kofler, der von den Admiranern in der ersten Hälfte nicht wirklich geprüft wurde.

Dies sollte sich nach der Pause ändern. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff rasierte Rnic den Ball bei einem Abschlags-Versuch, der eingewechselte Sulimani bugsierte das Spielgerät nur um Zentimeter am Tor vorbei. In der 51. Minute spielte Stephan Auer auf Rene Schicker, der aus kurzer Distanz an Kofler scheiterte. Den abspringenden Ball verwertete Sulimani spektakulär per Fallrückzieher.

Danach drängte der WAC auf das Siegestor, rannte sich vorerst aber immer wieder am Abwehrriegel der Südstädter fest. Am gefährlichsten wurden die Kärntner zunächst in der 78. Minute, als Jacobo nach einem Zweikampf mit Stephan Zwierschitz im Strafraum zu Fall kam. Die Pfeife von Schiedsrichter Alexander Harkam blieb aber stumm.

Dennoch gab es noch ein Happy-end für die Wolfsberger. Nach einem sehenswerten Pass von Roland Putsche nahm sich Standfest im Sechzehner den Ball herunter und schoss volley zum 2:1 ein. Die Admira kam in der 93. Minute noch einmal dem Ausgleich nah, ein Schuss von Lukas Thürauer wurde allerdings vor der Linie abgeblockt.

WAC: Kofler - Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla - M. Weber (33. Schwendinger), Putsche - Kerhe (56. Seebacher), P. Zulj, Jacobo - Trdina (72. Silvio)
Admira: Leitner - Zwierschitz, Schößwendter, Katzer, Auer - Windbichler, Toth (46. Sulimani) - Bajrami (84. Burusic), Thürauer, Ouedraogo - R. Schicker (74. Knasmüllner)

   Gelbe Karten: Jacobo, P. Zulj, Seebacher bzw. Ouedraogo, Auer, Bajrami

   Die Besten: Standfgest, Jacobo, P. Zulj bzw. Schößwendter, Windbichler

 

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SC Wiener Neustadt - SV Ried Endstand 0:1 (0:0)
Stadion Wiener Neustadt, 1.765, SR Lechner.
Tor: 0:1 (69.) Thomalla

Die SV Ried kann doch noch gewinnen. Allerdings nur gegen Wr. Neustadt. Mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg bei den Niederösterreichern beendete die Glasner-Elf am Samstag in der zehnten Runde eine über zwei Monate währende Durststrecke. Die Rote Laterne gaben sie an den SCWN ab, die ihnen zum Saisonauftakt den bisher einzigen Dreier beschert hatten.

Mann des Abends war Neo-Goalgetter Denis Thomalla, der in der Schlussphase den ersten Sieg nach acht Partien sicherte. Nach drei Pflichtspielniederlagen en suite sorgte der Deutsche mit seinem zweitem Tor im dritten Match für die Rieder auch dafür, dass die "Wikinger" seit April 2010 gegen den SCWN in 18 Ligapartien in Folge ungeschlagen sind.

Im einem Duell auf bescheidenem spielerischen Niveau, das von viel Kampf geprägt war, war Ried vor der Hälfte die etwas bessere und vor allem gefährlichere Mannschaft. Ein schlecht angetragener Walch-Schuss aus guter Position (16./neben das Tor) sowie ein Murg-Schuss aus 15 Metern samt Vollnhofer-Parade (35.) blieben aber die besten Chancen für die Gäste. Der SCWN wiederum trat lediglich mit einem Rauter-Roller (30.) sowie einem biederen Schlenzer Ranftls (40.) offensiv in Erscheinung.

Erst nach dem Seitenwechsel, vielleicht beflügelt vom Cuperfolg über die Admira drei Tage zuvor, erhöhte Wr. Neustadt die Schlagzahl, die Partie wurde etwas besser. Die Niederösterreicher belohnten sich für ihre Bemühungen aber nicht. Dass Rauter nach gut einer Stunde innerhalb weniger Sekunden erst eine echte Topchance vertändelte und auch in der nächsten Szene die Courage zum Abschluss vermissen ließ (63.), sollte sich schließlich rächen.

Bei Ried machte sich nicht zuletzt die Einwechselung Möschls für Walch bezahlt. Der Neue kombinierte sich an die Strafraumgrenze und bediente Thomalla, der den Ball zur Gäste-Führung ins lange Eck spitzelte (69.). O'Brien und Co. bemühten sich in der Schlussphase glücklos um den Ausgleich: Das 1:1 vor Augen kam Maderner nach Parade Gebauers aber nicht mehr zum Abstauber (88.). Zuvor hätte Fröschl im Konter auf 2:0 erhöhen können (85.).

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Deutschmann, Sereinig, Prettenthaler (66. Dobras) - Freitag, O'Brien - Osman Ali (86. Ebenhofer), M. Koch (74. Maderner), Ranftl - Rauter
Ried: Gebauer - Lainer, Janeczek, Pichler, Kragl - Streker - Walch (67. Möschl), Ziegl, Elsneg (90. Reifeltshammer), Murg (83. Fröschl) - Thomalla

   Gelbe Karten: Prettenthaler, Osman Ali, Dobras bzw. Pichler, Streker, Lainer, Ziegl

   Die Besten: Sereinig, O'Brien bzw. Streker, Murg

 

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