Titel, Torjägerkrone verpasst

Balotelli tutto kaputto

02.07.2012

"Super Mario" blieb im Finale blass. Aus Balotelli wurde "Nullotelli".

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„Vier Tore werde ich schießen“, tönte Italiens Superstar Mario Balotelli vor dem Finale. Das Vorhaben ging in die Hose. „Super-Mario“, der im Halbfinale die Deutschen noch mit zwei Traumtoren im Alleingang abgeschossen hatte, ging leer aus. Damit verpasste der 21-jährige Stürmer auch die Torjägerkrone. Die holte sich in letzter Sekunde Fernando Torres mit seinem Tor und dem Assist für Juan Mata zum 4:0-Endstand für die Spanier .

Abgemeldet
Balotelli konnte von Beginn weg kaum Akzente setzen, war bei den spanischen Verteidigern gut aufgehoben. Am Ende, als Italien nur noch zu zehnt war, musste er zurückrücken, spielte teilweise linker Verteidiger.

Tränen flossen
Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war riesengroß. Mit Tränen in den Augen saß er auf dem Rasen. Coach Cesare Prandelli musste ihn trösten. So viel hatte er sich vorgenommen. Die zwei Tore im Halbfinale hatte er seiner Pflegemutter Silvia, die im Stadion war, gewidmet. Gestern war auch noch Pflegevater Francesco da. Doch Mario konnte nicht nachlegen.

Mario holte seine leiblichen Eltern nach Manchester
Seinen Pflegeeltern verdanke er alles, sagte er immer wieder. Zu seinen leiblichen Eltern hat er keinen Kontakt – glaubte man bis vor Kurzem. Rose und Thomas Barwuah – Flüchtlinge aus Ghana – hatten Mario mit drei Jahren zur Pflegefamilie Balotelli gegeben. Dann kein Kontakt mehr – glaubten alle. Jetzt wurde aufgedeckt: Stimmt nicht. Balotelli besuchte seine leiblichen Eltern mehrmals im Jahr. Mittlerweile hat der ManCity-Superstar seine Eltern und Bruder Enoch nach Manchester geholt. Damit sich die Familie wieder ­näher kommen kann.

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