Erste Liga

St. Andrä bleibt trotz Pleite Erster

12.08.2011

Austria und LASK trennen sich Remis. Altach siegt erstmals daheim.

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TSV Hartberg hat am Freitag ausgerechnet gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter WAC/St. Andrä den ersten Sieg in der Ersten Liga gefeiert. Die zuvor punktlosen Steirer drehten das Match von 0:3 zum 4:3. Bytyci, der beste Mann der Sieger, erzielte in der Nachspielzeit per Kopf mit seinem zweiten Tor den Siegestreffer. Die Kärntner, die nach einer halben Stunde 3:0 geführt hatten, kassierten die erste Saisonniederlage.

WAC/St. Andrä schien einem sicheren Erfolg entgegenzusteuern, Baldauf (19.), Sollbauer (21.) und Falk (27.) sorgten für vermeintlich klare Fronten. Doch die Garger-Elf schaffte innerhalb von sechs Minuten noch vor dem Wechsel den Gleichstand. Bytyci (40.), Kobylik (42./Elfer) und Harrer (45.) trafen. Nach der Pause hatten die Steirer gegen die nervös gewordenen Gäste ein Übergewicht. Suppan rettete vor Bytyci noch auf der Linie (61.), doch im Finish kam Hartberg doch noch zum Sieg. Nach Freistoß von Adilovic kam Bytyci mit dem Kopf an den Ball, Keeper Dobnik war geschlagen.

TSV Hartberg - WAC/St. Andrä 4:3 (3:3)
Stadion Hartberg, 1.200, Feichtinger
Torfolge: 0:1 (19.) Baldauf, 0:2 (21.) Sollbauer, 0:3 (27.) Falk, 1:3 (40.) Bytyci, 2:3 (42.) Kobylik (Foulelfer), 3:3 (45.) Harrer, 4:3 (92.) Bytyci

Hartberg: Rindler - Atan, Zivny, Miljatovic, Strobl - Rossmann (88. Gremsl), Kobylik, Prietl (84. Adilovic), Harrer (83. Schober) - Bytyci, Mössner
WAC/St. Andrä: Dobnik - Baldauf, Sollbauer, Jochum, Suppan - Kerhe, Messner, Kreuz, Jacobo (72. Gotal) - Falk (86. Topcagic), S. Stückler (64. Zakany)

Gelbe Karten: Zivny, Rossmann, Strobl, Bytyci bzw. Jochum, Baldauf
Die Besten: Rindler, Zivny, Miljatovic, Bytyci bzw. Suppan, Kreuz, Sollbauer

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Austria Lustenau hat die erste Saisonniederlage von WAC/St. Andrä nicht zum Sprung an die Tabellenspitze der Ersten Liga nützen können. Die Vorarlberger mussten sich im Schlager der Runde gegen den LASK mit einem 1:1 begnügen und liegen damit einen Punkt hinter dem Spitzenreiter auf Rang zwei. Dank eines Treffers von Jürgen Kampel (39.), der die Führung von Benjamin Freudenthaler (9.) ausglich, blieb die Austria zum achten Mal in Folge in der Meisterschaft ohne Niederlage.

LASK-Trainer Walter Schachner musste seine offensiven Stammkräfte Kragl, Unverdorben und Aigner vorgeben, dennoch gingen die Linzer mit ihrer ersten Chance und einem sehenswerten Treffer in Führung. Der ehemalige Lustenauer Freudenthaler nahm eine Kaufmann-Flanke volley und traf zum 1:0. Der LASK dominierte fortan. Die Athletiker agierten kompakt und lauffreudig, die Austria fand dagegen kein Mittel. Und kam doch überraschend zum Ausgleich. Kampel zog aus gut 20 Metern ab, der Ball senkte sich hinter Mandl ins Tor.

Lustenau hatte unmittelbar vor dem Pausenpfiff bei einem Lattentreffer von Hart Glück und kam danach stark verbessert aus der Kabine. Da beide Abwehrreihen gut standen, blieb es aber bei der gerechten Punkteteilung.

Austria Lustenau - LASK Linz 1:1 (1:1)
Lustenau, Reichshofstadion, 5.200, SR Eigler
Tore: 0:1 ( 9.) Freudenthaler, 1:1 (39.) Kampel

 Austria Lustenau: Kofler - Zwischenbrugger, Pöllhuber, Tipuric, Soares - Dürr, Kampel - Krajic , Roth, Miesenböck (57. Vorraber) - Karatay (78. Rotter)
 LASK: Mandl - Hart, Wimmer, Aufhauser, Schellander - Kaufmann (64. Barry), Hamdemir, Winkler, Freudenthaler - Kogler (80. Varga), Templ

 Gelbe Karten: Krajic bzw. Winkler, Schellander
 Die Besten: Dürr, Kampel, Krajic bzw. Freudenthaler, Schellander, Aufhauser
 

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SCR Altach hat sich am Freitag im Duell mit dem FC Lustenau keine Blöße gegeben und den ersten Heimsieg im vierten Saisonmatch der Ersten Liga vor eigenem Publikum gefeiert. Altach setzte sich in der 7. Runde mit 4:1 (3:0) durch. Das Spiel lief wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Gästetor, verstärkt wurde der einseitige Verlauf durch den frühen Ausschluss von Holzmann (16.) nach der gelb-roten Karte.

Zwei Treffer von Tomi (10./Handelfer und 22.) brachten die Gastgeber vor mehr als 4.000 Fans rasch in Führung, Netzer stellte noch vor dem Wechsel auf 3:0 (41.). Altach musste keineswegs großartig aufspielen, um zu einem sicheren Erfolg zu kommen. Kurz nach dem Wechsel stellte Hörmann auf 4:0, Ritzmaier gelang wenige Minuten nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit der Ehrentreffer.

SCR Altach - FC Lustenau 4:1 (3:0)
Altach, Schnabelholz (Cashpoint-Arena), 4.071, Prammer
Torfolge: 1:0 (10.) Tomi (Handelfer), 2:0 (22.) Tomi, 3:0 (41.) Netzer, 4:0 (49.) Hörmann, 4:1 (91.) Ritzmaier

Altach: Kobras - Lienhart, Schösswendter, Sereinig, Erbek - Vorisek, Netzer (86. Eder) - Schick (65. Guem), Tomi, Hörmann (73. Ademi) - Seeger
FC Lustenau: Durakovic - Minoretti (15. Luxbacher), Mimm, Bolter, Holzmann - Simma - Vanderhoegt (82. Ritzmaier), Riess, Freitag, Zellhofer (72. Schwärzler) - Witteveen

Gelb-Rote Karte: Holzmann (16.)
Gelbe Karten: Schick, Guem bzw. Luxbacher, Witteveen, Mimm, Simma,m Riess, Bolter
Die Besten: Hörmann, Erbek bzw. keiner

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Nach vier Niederlagen in Folge (fünf inklusive Cup) hat die Vienna am Freitag in der 7. Runde der Ersten Liga einen Schritt aus der Krise gemacht. Die Elf von Alfred Tatar drehte gegen St. Pölten einen 0:1-Rückstand und gewann mit 3:1. Matthias Hattenberger (41.), Andreas Tiffner (47.) und Mario Kröpfl (88.) sorgten für die entscheidenden Treffer. Die Vienna hatte aber auch Glück, dass Schiedsrichter Hirschbichler ein Handspiel von Rathfuss im eigenen Strafraum übersah (67.).

Beide Mannschaften hatten nach Cup-Niederlagen gegen unterklassige Vereine einiges gutzumachen, aber auch wichtige Ausfälle zu verkraften. St. Pölten, das sieben Spieler vorgeben musste, hatte in der 26. Minute den besseren Start für sich. Vienna-Torhüter Traby konnte einen Kopfball nur an die Stange lenken, Popp staubte aus kurzer Distanz ab. Rund zehn Minuten später vergab Segovia die große Chance auf das 2:0. Es sollte sich kurz vor der Pause rächen, als Hattenberger nach Kerschbaumer-Eckball zum Ausgleich einköpfelte. Kurz nach der Pause war Tiffner nach Salvatore-Flanke zur Stelle und erhöhte auf 2:0. In der Schlussphase machte der eingewechselte Kröpfl alles klar.

Vienna - SKN St. Pölten 3:1 (1:1)
Wien, Hohe Warte, 1.700, SR Hirschbichler
Tore: 0:1 (26.) Popp, 1:1 (41.) Hattenberger, 2:1 (47.) Tiffner, 3:1 (88.) Kröpfl

Vienna: Traby - Salvatore, Beciri, Dospel, Rathfuss - Kerschbaumer, Hattenberger, Lackner (86. Gökcek), Toth (67. Mattes) - Tiffner (75. Kröpfl), Mair
St. Pölten: Vollnhofer - Zwierschitz (67. Fertl), Popp, Speiser, Peinsipp - Ambichl, Brandl, Hofbauer, Becirovic (86. Kotynski) - Schibany, Segovia

Rote Karte: Speiser (71./Notbremse)
Gelbe Karten: Tiffner, Kerschbaumer, Kröpfl, Hattenberger bzw. Brandl, Popp
Die Besten: Hattenberger, Mair, Dospel bzw. Becirovic, Segovia

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Aufsteiger Blau-Weiss Linz hat in der 7. Runde den zweiten Sieg in der Ersten Liga gefeiert. Die Oberösterreicher feierten dank Treffer von Manuel Hartl (10.), Torsten Knabel (39.) und Dominic Hassler (93.) einen 3:0-Sieg gegen den SV Grödig. Blau-Weiss beendete damit zwei Serien: Für die Linzer war es nach drei Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis, die Elf von Trainer Heimo Pfeifenberger ging nach drei Siegen in Folge erstmals wieder leer aus.

Die Entscheidung fiel schon in der ersten Hälfte. Hartl verwertete gleich die erste Chance, er zog nach einem langen, hohen Pass von Wawra vom Fünfereck ab und traf ins lange Kreuzeck zur Führung. Nachdem Lainer die Riesenchance zum Ausgleich ausgelassen hatte und Huspek auf der Gegenseite ebenso versagte, nützte Knabel eine schlechte Abwehr von Torhüter Schranz bei einem Wawra-Freistoß zum 2:0 (39.).

In der zweiten Hälfte vergaben die Linzer zunächst einige Chancen auf einen höheren Sieg, die größte davon in der 79. Minute: Wawra scheiterte mit einem Foulelfmeter an Schranz, der auch den Nachschuss von Piesinger parierte. Lainer war da längst in der Kabine, er kassierte für Nachschlagen in der 62. Minute die Rote Karte.

Blau-Weiss Linz - SV Grödig 3:0 (2:0)
Linzer Stadion, Zuschauer, SR Kollegger
Tore: 1:0 (10.) Hartl, 2:0 (39.) Knabel, 3:0 (93.) Hassler

 BW Linz: Wimleitner - Bubenik, Knabel, Koll, Rabl - Piesinger - Huspek, Wawra, Nikolow (78. Höltschl), Hartl (46. Arapovic) - Miksits (74. Hassler)
Grödig: Schranz - Lainer, Cabrera, Taschwer, Lenko (50. Öbster) - Krammer, Hopfer, Riedl (69. Hanikel), Salamon - Jukic (69. Sobkova), Viana

 Rote Karte: Lainer (62.)
 Gelbe Karten: Keine bzw. Krammer, Viana
 Die Besten: Wawra, Hartl bzw. keiner

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