Meisterplayoff

Der große Ansturm auf den Bundesliga-Teller startet

09.03.2026

Die ersten 22 Runden sind gespielt, die Top Sechs haben sich abgesetzt und somit ist der Kampf um den Meistertitel endgültig eröffnet. Mit nur drei Punkten zwischen dem Sechsten und dem Ersten sind alle mit dabei, doch teilweise mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen.

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© Gepa
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Der größte Wirbel am letzten Bundesliga-Spieltag drehte sich um Rapid und den heroischen Kampf ums Meisterplayoff. Doch beinahe klammheimlich eroberte Meister Sturm Graz mit dem 2:0 gegen Altach wieder die Tabellenführung - erstmals seit dem zehnten Spieltag. Mit zwei Siegen und einem Remis fand Neo-Coach Fabio Ingolitsch zuletzt seinen Rhythmus, gerade die erste Halbzeit in der 22. Runde unterstrich aber: Das wird keine leichte Titelverteidigung.

Salzburger Strohfeuer zu schnell verglüht

Die Salzburger Niederlage in Wien-Hütteldorf (0:1) - beinahe ein Spiegelbild von dem Halbfinal-Aus im ÖFB-Cup - legte die Probleme der Bullen nur allzu klar dar. Solange man unter Daniel Beichler die eigenen Chancen so kläglich vergibt und hinten so löchrig agiert, wird auch die schöne Ballzirkulation dem Warten auf die Rückkehr zum Bundesliga-Thron kein Ende setzen. Solange Petar Ratkov, der seit Jahreswechsel bei Lazio spielt, der beste Torschütze ist, wird die Rückkehr an die Spitze schwer.

Kühbauer & die Jagd nach dem Double

Bislang noch gar nicht ganz oben befand sich der LASK, obwohl sie zwischenzeitlich bereits als größter Titelkandidat gehandelt wurden. Mit dem 3:1-Heimerfolg gegen den WAC kehrte die Kühbauer-Elf auf die Siegerstraße zurück. Mit nur einer Niederlage unter Don Didi werden die Linzer weiterhin ein ernstes Wort um den Titel - der erst zweite nach 1965 - mitreden. Mit dem Nachholspiel im Cup-Halbfinale gegen Ried am 18. März haben sie sogar das Double im Visier.

Austria will Titelkampf mit besserem Ausgang

Die Austria stellte am 22. Spieltag keine Rechenspiele an und erledigte den Job in Innviertel mit 2:0 souverän. Mit einer Niederlage hätten die Veilchen nämlich das durchaus nützliche Sternchen erhalten. So haben sie nach der Teilung aber zwei Punkte mehr am Konto und sitzen nur einen Punkt hinter den Grazern. In der Vorsaison zerbröselte der Titeltraum erst am letzten Spieltag. So ein Szenario vor dem letzten Spieltag wäre für die zweitbeste Offensive der Liga - trotz nur einem fitten Stürmer - definitiv ein Erfolg. Die violetten Finanzen und die Stimmung im Klub könnten es vertragen.

Der grün-weiße Riese lebt - und er kämpft

Für die Schlussfolgerung, dass der SK Rapid in der aktuellen Phase Ruhe benötigt, muss man kein Bundesliga-Experte sein. Dass es aber die Ruhe von der stets gelobten Fantribüne ist, die Grün-Weiß zu zwei Siegen und der späten Finalisierung des Meisterplayoffs führt, ist durchaus überraschend. Das 1:0 gegen Salzburg mit 32 Prozent Ballbesitz und nur zwei Torschüssen ist vielleicht nicht der beste Gratmesser für die kommenden zehn Runden, doch die Tendenz zeigt in die richtige Richtung. Und wieder einmal zeigt sich: In der Bundesliga kann aktuell jeder jeden schlagen. Dieses Mantra wird Johannes Hoff Thorup seinem Team nun auch einimpfen wollen. Eine direkte Wiederholung gegen die Bullen in Salzburg würde da ein erstes Statement setzen.

Hartberger mehr als nur Spielverderber?

Erstmals seit der Saison 2022/23 darf Manfred Schmid die zweite Saisonhälfte wieder im Meisterplayoff verbringen. Mit vier Remis aus den letzten fünf Spielen wurde es zwar knapper als notwendig, doch das zeigt vor allem eines: Hartberg ist schwer zu biegen. Nur eine einzige Niederlage seit Ende September! Die beste OPO-Defensive könnte zum Zünglein an der Waage werden. Mit nur drei Punkten hinter Sturm aber auch durchaus mehr.