Transfer-Poker-Start

Saudi-Angebot für Kühbauer? »Interessiert mich nicht«

05.05.2026

LASK steht vor der größten Chance seit Jahrzehnten – und im Zentrum des möglichen Double-Märchens: Didi Kühbauer. Mit dem 3:1 gegen Rapid ist der Druck auf Meister Sturm Graz voll da, der Titel plötzlich greifbar. Doch während sportlich alles Richtung Krönung läuft, brodelt es hinter den Kulissen.

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© Gepa
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Zwei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung des Tabellenführers auf Sturm Graz zwei Punkte. Sollte man am Sonntag zuhause gegen Red Bull Salzburg mehr Zähler holen als der regierende Champion in Hartberg, wäre der Titelgewinn vorzeitig perfekt. Bis vor Kurzem gab es in der Klubgeschichte lediglich zwei Titel – Meisterschaft und Cup im Jahr 1965. Umstände, die nun auch das Interesse aus dem Ausland wecken.

3:1 – LASK demütigt Rapid und stürmt an Tabellenspitze
Nach Cup-Sieg: Kühbauer schießt gegen Bundesliga

»Jetzt ist wieder etwas eingetrudelt«

Didi Kühbauer machte bei „Sport am Sonntag“ kein Geheimnis daraus, dass es ihn reizt, den nächsten Schritt zu gehen – und ließ mit seinen Aussagen viel Raum für Spekulationen: „Ich habe das ein oder andere Angebot gehabt, auch jetzt ist wieder etwas eingetrudelt. Aber das will ich nicht machen, weil es einfach ein Land ist, das mich nicht interessiert. Da denke ich nicht an Geld. Wenn ich ins Ausland gehe, werde ich keinen Topklub bekommen, aber ich habe auch kein Problem damit, wenn es ein kleinerer Klub ist. Dort kann man die gleichen Dinge wie hier umsetzen. Es wäre sehr, sehr schön, wenn ich es ins Ausland schaffe – vielleicht auch als Abschluss meiner Trainerkarriere.“

Ob damit ein Angebot aus der finanzstarken Saudi-Region gemeint war, bleibt offen – seine Worte lassen jedenfalls Interpretationsspielraum. Klar ist jedoch: Kühbauer denkt nicht in erster Linie ans Geld. „Ich muss mich mit dem Angebot identifizieren und mich wohlfühlen. Geld ist für mich nicht das Entscheidende. Das Gefühl ist entscheidend.“ Vielmehr geht es ihm um die Qualität der Spieler und eine größere Kaderbreite. Und typisch Kühbauer folgt auch ein Seitenhieb mit Augenzwinkern: „Ich sage oft, ich würde gerne einmal Guardiola beim WAC in Österreich sehen – ob er dann die gleichen Erfolge hätte.“

 

LASK-Boss Buric sieht Didi auf der Gugl

Brisant ist jedoch: Während der Erfolgstrainer mit dem Ausland liebäugelt, trat LAKS-Sportdirektor Dino Buric am Montag bei Sky auf die Bremse und sendete ein klares Signal: Kühbauer ist vertraglich gebunden, fühlt sich „unglaublich wohl“ – und man sei „guter Dinge, dass er uns noch erhalten bleibt“. Aktuell lägen zudem keine konkreten Angebote vor. Gleichzeitig betonte der Kroate: „Ich wünsche ihm, dass er eines Tages die Chance bekommt, sich im Ausland zu beweisen. Das hat er sich absolut verdient, und das wird auch kommen.“ 

Kalajdzic-Verbleib schwer

Bei Star-Stürmer Sasa Kalajdzic stehen die Zeichen hingegen eher auf Abschied. Der von den Wolverhampton Wanderers ausgeliehene Angreifer will den nächsten Schritt machen, ein Verbleib gilt als unwahrscheinlich. „Man muss ehrlich sein: Sasa ist in allen Belangen – auch gehaltstechnisch – eine andere Liga. Der Junge ist hungrig und will mehr. Er möchte sich auf höchstem Niveau beweisen, eine gute WM spielen und träumt natürlich von den Topligen.Umso glücklicher können wir uns schätzen, dass er aktuell bei uns ist“, stellte Buric abschließend klar. So könnte dieser Sommer in Linz alles bringen: Titel, Emotionen – und richtungsweisende Entscheidungen rund um Kühbauer und Kalajdzic.