Der Double-Traum des LASK lebt! Nur drei Tage nach dem Cup-Sieg drehten die Linzer am Montagabend einen 0:1-Rückstand gegen Rapid in einen fulminanten 3:1-Heimsieg, bereits am Sonntag könnten die Kühbauer-Elf den Meistertitel fixieren. Für den Rekordmeister ist die Saison jedoch bereits gelaufen.
Was für eine Moral-Leistung in der Raiffeisen-Arena! Der frischgebackene Cup-Sieger LASK hat am Montagabend einen riesigen Schritt Richtung Double gemacht. Die Mannschaft von Didi Kühbauer besiegte den Rekordmeister Rapid Wien nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte mit 3:1 und hält nun bei 33 Punkten. Damit liegen die Linzer zwei Runden vor Schluss vor Sturm Graz (31) und Salzburg (29) auf Kurs Richtung erster Meisterschaft seit 1965.
- 4:1 – Wolfsberger demütigen Altach & geben rote Laterne ab
- 1:1 – Sturm-Joker Kayombo schockt Bullen in letzter Minute
- 1:0 – Joker Boateng schießt die Austria gegen Hartberg zum Sieg
Rapid schockt müde Linzer früh
Die Gäste aus Wien-Hütteldorf starteten furios in die Partie. Bereits nach drei Minuten wurde ein Treffer von Dahl nach VAR-Intervention durch Schiedsrichter Harkam annulliert. Doch Rapid blieb am Drücker: Janis Antiste (12.) besorgte nach schöner Vorarbeit von Kara die verdiente 1:0-Führung für den Tabellenvierten. Dem LASK merkte man die Strapazen des Cup-Finals vom Freitag deutlich an, die Linzer wirkten müde und leisteten sich viele Ungenauigkeiten. Sinnbildlich dafür war Adeniran (39.), der den Ball völlig freistehend vor dem leeren Tor in den zweiten Rang köpfte.
Drei Tore besiegeln den Double-Kurs
In der Kabine scheint Didi Kühbauer jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach dem Seitenwechsel zeigte der LASK ein völlig anderes Gesicht. Sasa Horvath (52.) besorgte den schnellen Ausgleich, ehe Adeniran (62.) seinen Fehler aus der ersten Hälfte gutmachte und zur Führung einschob. Den Schlusspunkt in einer hitzigen Partie setzte Usor (75.), der den 3:1-Endstand fixierte.
In der Schlussphase verlor Rapid zudem die Nerven: Kapitän Seidl sah nach einer rüden Grätsche gegen Bogarde in der Nachspielzeit (90.+6.) die glatte Rote Karte und fehlt im Heimderby am kommenden Sonntag gegen die Austria.
Matchball am kommenden Sonntag
Nach diesem Triumph hat der LASK am Sonntag gegen Red Bull Salzburg den ersten Matchball. Gewinnt die Kühbauer-Elf in Salzburg und siegt Titelverteidiger Sturm Graz gleichzeitig im Heimspiel nicht gegen Hartberg, ist den Linzern die Meisterschaft bereits eine Runde vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Der Double-Traum, der zuletzt 1965 Realität wurde, ist zum Greifen nah.