Alarmstufe Rot

Nach Cup-Aus droht Rapid der nächste Super-GAU

01.02.2026

Mit dem ersten Spiel im neuen Fußballjahr hat sich die Krise von Rapid noch einmal verschärft.  

Zur Vollversion des Artikels
© GEPA
Zur Vollversion des Artikels

Durch eine 0:3-Niederlage im Cup-Viertelfinale am Samstag in Ried verspielten die Hütteldorfer gleich beim Debüt des neuen Trainers Johannes Hoff Thorup die wohl einzige Titelchance in dieser Saison. In der Bundesliga liegt Grün-Weiß auf Platz sieben, und der Auftritt im Innviertel lässt nicht auf eine bevorstehende Aufholjagd schließen.

Hoff Thorup versuchte, positive Aspekte aus der Niederlage herauszupicken. Dazu zählten laut dem Dänen die ersten Minuten der zweiten Hälfte bis zum 0:2. "Da waren wir dabei, ein bisschen das Momentum zu finden." Dann aber griff Goalie Niklas Hedl bei einem Kopfball von Nikki Havenaar daneben, und Rapids Hoffnung auf den ersten Cup-Titel seit 1995 war dahin.

© GEPA

"Hoffentlich sind wir im April und Mai besser"

Die Hütteldorfer Bilanz aus den vergangenen zehn Bewerbspartien steht bei sieben Niederlagen und drei Unentschieden. "Es gibt viel zu verbessern, wir müssen aber auch unsere Situation akzeptieren", erklärte Hoff Thorup und bat um Geduld. "Hoffentlich sind wir im April und Mai besser." So lange hat Grün-Weiß jedoch nicht Zeit - das Ende des Grunddurchgangs und damit die Teilung in Meister- und Qualifikationsgruppe erfolgt im März. "Aber ich erwarte, dass die Mannschaft schon nächste Woche viel besser sein wird."

Am kommenden Samstag geht es daheim gegen den Tabellenvierten TSV Hartberg. Bei einem Sieg wäre Rapid wieder unter den Top sechs, eine Niederlage allerdings würde den Einzug in die Meistergruppe massiv erschweren. Kapitän Matthias Seidl glaubt an ein Erfolgserlebnis gegen die Oststeirer. "Wir hatten in der Vorbereitung super Spiele und lassen uns durch ein Spiel nicht aus der Bahn werfen. Nächste Woche kann sich alles schnell wieder ändern."

Im Gegensatz zu Rapid ist bei Ried derzeit alles eitel Wonne - vier Siege in Folge stehen zu Buche, von den jüngsten elf Bewerbspartien wurden acht gewonnen. Trainer Maximilian Senft stand in der Winterpause vor dem Absprung zu Sturm Graz, setzte dann aber seine Tätigkeit bei den Innviertlern fort. "Ich war immer davon überzeugt, dass es eine gute Entscheidung war, bei Ried zu bleiben, und ein 3:0 gegen Rapid verändert das natürlich nicht." Sein Club liegt in der Bundesliga-Tabelle einen Platz und einen Punkt vor Rapid und hat weiter die Chance auf den dritten Cup-Titel, den ersten seit 2011.