"Unnötig"

Nach Undav-Seitenhieb: Nagelsmann entschuldigt sich

16.04.2026

Erst die Stichelei – jetzt die Rolle rückwärts! DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann sorgte rund um Deniz Undav für Wirbel – nun rudert er öffentlich zurück.

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Was war passiert? Rund um die Länderspiele gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) stand Deniz Undav wegen seiner Jokerrolle im Fokus. Beim Ghana-Spiel lieferte der Stuttgart-Stürmer dann die perfekte Antwort: eingewechselt, getroffen, Spiel entschieden. Doch statt die Euphorie einfach laufen zu lassen, trat Julian Nagelsmann auf die Bremse. Der Bundestrainer zweifelte öffentlich daran, ob Undav nach 70 Minuten Spielzeit noch so eiskalt getroffen hätte – ein Satz, der für reichlich Diskussionen sorgte.

»War blöd von mir«

Jetzt die Kehrtwende: Nagelsmann zeigt sich einsichtig – und überraschend selbstkritisch. Seine Worte nennt er rückblickend „unnötig“. Die Konsequenz folgte prompt: Griff zum Hörer, direkter Draht zu Undav, persönliche Entschuldigung. „Es war nicht richtig und in der Schärfe für die Öffentlichkeit viel zu forsch“, erklärte Nagelsmann in der Talkreihe „Bestbesetzung“ bei MagentaTV und fasste es selbst zusammen: „War blöd von mir, tut mir leid.“



Brisant dabei: Den entscheidenden Denkanstoß bekam der Bundestrainer nicht aus dem Trainerteam, sondern aus dem privaten Umfeld. Seine Frau Lena habe ihm klar gespiegelt, dass die Aussage nicht in Ordnung gewesen sei – und ihm geraten, den Hörer in die Hand zu nehmen. Undav nahm die Entschuldigung an, intern ist das Thema damit vom Tisch. Sportlich bleibt die Lage dennoch spannend: Der Stürmer überzeugt aktuell vor allem als Joker – eine Rolle, die Nagelsmann ihm weiterhin zutraut. Gleichzeitig macht der Bundestrainer klar, dass diese Hierarchie nicht in Stein gemeißelt ist. Und der Kader mit Hinblick auf die WM in Nordamerika noch nicht steht.