Meister-Wahnsinn!
ÖFB-Star Barbara Dunst schießt Bayern München zum Titel
22.04.2026München bleibt in Frauenhand! Nur wenige Tage nach den Männern krönen sich auch die Frauen des FC Bayern zum vierten Mal in Folge zum deutschen Meister. Beim 3:2-Erfolg gegen Union Berlin avancierte eine Österreicherin zur Hauptdarstellerin.
Barbara Dunst hat ihren Wechsel von Frankfurt nach München veredelt. Die ÖFB-Teamspielerin erzielte beim hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Union Berlin das immens wichtige Tor zum 2:1 (50.) und feierte damit ihren allerersten Meistertitel. "Es ist echt der Wahnsinn. Nach meiner Verletzung ist es wie eine Belohnung", jubelte Dunst nach dem Schlusspfiff. Besonders bemerkenswert: Es war ihr Premierentor im Bayern-Dress in der Bundesliga.
Die Dominanz der Münchnerinnen in dieser Saison ist schier beängstigend. Von 21 Spielen gewannen die ungeschlagenen Bayern-Frauen sage und schreibe 20 Partien – lediglich gegen Carl Zeiss Jena gab es ein torloses Remis. Mit diesem Sieg steht der achte Titel der Vereinsgeschichte bereits vier Runden vor dem Saisonende fest. Neben Dunst jubelten mit Katharina Naschenweng (3. Titel) und Sarah Zadrazil (5. Titel) zwei weitere Österreicherinnen, wobei Zadrazil nach ihrem Kreuzbandriss noch in der Reha weilt.
Feier-Verbot wegen Barcelona-Kracher
Trotz der ausgelassenen Stimmung auf dem Rasen in Berlin wird die große Sause erst einmal verschoben. "Bei uns wartet in den nächsten Tagen der nächste Kracher. Deswegen ist mit Feiern noch Piano", bremste Barbara Dunst die Euphorie. Schon am Samstag wartet das Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona in der heimischen Allianz Arena.
Für die Berlinerinnen, bei denen die Österreicherinnen Eileen Campbell und Marina Georgieva zum Einsatz kamen, war gegen den ungeschlagenen Tabellenführer nichts zu holen. Die Bayern-Direktorin Bianca Rech gab die Marschroute für die kommenden Tage vor: "Solche Momente musst du genießen, aber wir wollen uns hochprofessionell auf Barcelona vorbereiten." Mit dem Rückenwind der Meisterschaft und den Comebacks der Nationalspielerinnen Giulia Gwinn und Klara Bühl soll nun der nächste Schritt Richtung Triple gelingen.