Erstmals!

Rangnick-Liebling auf der Bank: Seiwald-Serie reißt

31.03.2026

Dieser Abend fühlt sich anders an – und das liegt vor allem an einem Namen: Nicolas Seiwald. Wenn Österreich am Dienstag (20.45 Uhr) auf Südkorea trifft, wird der Mittelfeldmotor erstmals seit dreieinhalb Jahren nicht in der Startelf stehen. Ein echter Einschnitt in der Ära von Ralf Rangnick. 

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Denn Seiwald ist weit mehr als nur ein Stammspieler – er ist das Herzstück im System des Teamchefs. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit Rangnicks Amtsantritt absolvierte der Salzburger 45 Länderspiele, stand dabei unglaubliche 3.974 Minuten auf dem Platz und wurde 43 Mal von Beginn an aufgeboten. Nur einmal kam er von der Bank – beim 3:0 gegen Kroatien in der Nations League im Juni 2022.

Seiwald muss sich nicht mehr beweisen

Noch beeindruckender: Nur ein einziges Mal fehlte Seiwald, damals verletzungsbedingt, überhaupt im Kader – beim 1:0-Testspiel gegen Andorra 2022. Ansonsten war er immer dabei. Immer mittendrin. Immer unverzichtbar – bis jetzt! Gegen Südkorea ist Schluss mit dieser beeindruckenden Serie. Rangnick zieht bewusst die Reißleine, nimmt seinen Dauerläufer aus der Startelf – nicht aus Zweifel, sondern aus Überzeugung. „Wir wissen, was wir an ihm haben, er braucht sich nicht aufs Neue zeigen “, lautet die klare Botschaft. 

Dabei zeigte Seiwald zuletzt einmal mehr, warum er so wichtig ist: Beim 5:1-Erfolg gegen Ghana war er der einzige ÖFB-Spieler, der über die gesamte Spielzeit auf dem Platz stand – und krönte seine Leistung mit seinem ersten Länderspieltor. „Das war überfällig“, meinte Rangnick schmunzelnd und hofft auf weitere Scorerpunkte, wie sie Seiwald zuletzt auch bei Leipzig andeutete.

Laimer, Schlager & Alaba dürfen ran

Ganz verzichten muss Österreich aber nicht auf seinen Taktgeber. Der Leipzig-Legionär soll im Laufe der Partie eingewechselt werden und erneut jene Stabilität ins Spiel bringen, die ihn so wertvoll macht. Gleichzeitig kehrt Qualität ins Team zurück: Konrad Laimer und Xaver Schlager sollen für frische Energie im Mittelfeld sorgen. Auch Kapitän David Alaba steht vor seinem Comeback nach überstandener Wadenverletzung. „Der Plan ist, dass er 20 bis 25 Minuten bekommt“, so Rangnick, der einen Einsatz zuletzt noch als „fahrlässig“ bezeichnet hatte.