Comeback des ÖFB-Teams

Teamchef Foda fiebert Neustart entgegen

27.08.2020

Bühne frei für das Nationalteam: 10 Monate nach dem letzten Spiel geht es wieder los.

Zur Vollversion des Artikels
© gepa
Zur Vollversion des Artikels

Heute vor 282 Tagen absolvierte unser Nationalteam das letzte Länderspiel (0:1 gegen Lettland). Jetzt ist die Zeit des Wartens vorbei, ab Montag geht es Schlag auf Schlag: Teamchef Franco Foda versammelt seinen 23-Mann-Kader in Pörtschach, trainiert wird bis Mittwoch in Klagenfurt, ehe es zum Nations-League-Auftakt nach Norwegen (Freitag, 20.45 Uhr) geht. "Wir sind froh, dass es wieder losgeht", betont Foda, der bei der Kaderzusammenstellung weitestgehend auf "alt bewährte" Stammkräfte setzte.

Bitter: Knipser Marko Arnautovic fehlt. Der 31-Jährige müsste im Falle einer Ausreise aus China nach dem Länderspiel-Lehrgang in 14-tägige Quarantäne. "Er wäre gerne gekommen, aber das konnten wir nicht verantworten", so Foda. Erstmals dabei sind Lorient-Knipser Adrian Grbic (siehe unten) und Hoffenheims Christoph Baumgartner.

Hinter Einsatz von Alaba steht noch ein Fragezeichen

Offen ist, ob wirklich alle nominierten Spieler zum Team kommen. David Alaba, frischgebackener Triple-Sieger mit den Bayern, hatte in den letzten Tagen sehr viele Spiele -eine Auszeit käme nicht ungelegen. "Wir sind darauf vorbereitet, auch Spieler nachzunominieren", so Foda. Auch hinter Marcel Sabitzer und Konrad Laimer steht ein Fragezeichen. Das deutsche Nationalteam beispielsweise verzichtet auf Akteure von Bayern und Leipzig.

© gepa

Nach dem Spiel in Norwegen folgt am Montag das Heimspiel im leeren Klagenfurter Wörthersee Stadion gegen Rumänien (20.45 Uhr). Der dritte Gegner in der Nations-League-Gruppe B1 ist Nordirland. Der Gruppensieger steigt auf und wahrt die Chance, über eine Hintertür auch um einen Startplatz für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar spielen zu dürfen.

Debütant Grbic muss für "Arnie" in die Bresche springen

Zum ersten Mal ist Adrian Grbic Teil des Nationalteams, der 24-Jährige soll für den Abwesenden Marko Arnautovic in die Bresche springen. "Er ist technisch versiert und hat einen guten Torabschluss", lobt Foda. "Er ist ein Spieler, der guten Tiefgang hat. Er passt gut zu unserer Mannschaft."

© gepa

Steile Karriere. Grbic legte in den letzten Monaten eine steile Karriere hin: Nach seinem Abgang aus Altach traf der 1,88-Meter-Mann im Vorjahr in der 2. französischen Liga für Clermont Foot 17 Mal, wechselte darauf hin für satte 10 Millionen Euro zu Erstligist Lorient. Dort traf er am Wochenende gegen Straßburg beim Liga- Debüt per Elfer.

In der österreichischen U21 lief er insgesamt 19 Mal auf (5 Tore), darunter bei der Europameisterschaft 2019. Jetzt soll er im A-Team seine Klasse beweisen.

Zur Vollversion des Artikels