Aufregung

Prügel-Affäre um Rapid-Star Dober

28.03.2010

Für große Aufregung sorgt derzeit der Raufhandel zwischen Rapid-Verteidiger Andi Dober und einem angeheiterten Lokalgast in Wien.

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Es ist der Gesprächsstoff unter allen Fußballfans: Rapid-Verteidiger Andi Dober oder dessen Freunde sollen einen Lokalgast die Nase blutig geschlagen haben. ÖSTERREICH recherchierte die ganze Geschichte zum Fall:

  • Opfer Patrick S. war vergangenen Freitagabend im Freunden in Foggy Dew, ein Pub auf der Laxenburgerstraße in Wien. Dort hat Rapid-Verteidiger Andi Dober seinen Geburtstag gefiert – kommenden Mittwoch wird er 24. S. war bereits eine Stunde im Lokal, eigentlich Rapid-Fan, aber schon etwas angeheitert.
  • Als er von der Toilette zurückkam, ist jemand auf seinem Platz gesessen. Doch S. erkennt ihn – Andi Dober – und ruft ihm daher zu: „Gib mir meinen Platz zurück!“ Worauf Dober ihm geantwortet haben soll: „Gemma auf die Straße, du Woarma.“
  • Daraufhin haben sie sich verbal befetzt – bis schließlich eine Cousine von Dober gesagt, dass es sich bei ihm um den bekannten Rapid-Verteidiger handelt.
  • Dann scheint sich die Situation zu beruhigen: S. ist zu Dober gegangen und hat sich entschuldigt und auch gefragt, warum er eigentlich feiert, wo er doch am nächsten Tag ein wichtiges Spiel hat. Dober erklärt S., dass er wegen einer Gelben Karte gesperrt ist.

Plötzlich spürt S. Schläge im Nacken und am Kopf

  • Anschließend ist S. auf die Straße gegangen, um eine zu rauchen und hat plötzlich nur mehr Schläge in den Nacken, auf dem Kopf und im Rücken gespürt.
  • Wie er wieder ins Lokal zurückkam, haben seine Freunde ganz erschrocken gefragt, was mit seiner Nase ist, da sie ganz schief war. S. ist dann sofort zu Dober gerannt und hat die Fäuste schwingend gefragt: „Waren das deine Leute?“
  • Überraschenderweise habe der Rapidler darauf gesagt: „Sicher, glaubst du, ich lasse mir alles gefallen?“
  • Kurze Zeit später ist S. mit dem Taxi heimgefahren. Doch auf dem Heimweg hat ihm die Nase immer mehr weh getan – daher ist er in Wien-Hietzing zur Polizei gefahren, um eine Anzeige zu machen. Er hatte dort nur Dober angezeigt, da er nicht wusste, wer wirklich zugeschlagen hat.
  • Mit der Rettung ist er dann zum Röntgen ins AKH gebracht worden – hat das Röntgen aber dann verweigert, weil er Rapid nicht Schaden wollte.

Am Sonntag hat S. Dober angerufen, um das ganze „Missverständnis“ aus der Welt zu räumen.

Heute darf S. zum Rapid-Training kommen – ein Versöhnungs-Handshake ist geplant. Da das ganze aber ein Offizialdelikt ist, muss S. nun doch zum Amtsarzt, um Klarheit über seine gesundheitlichen Schäden zu erhalten. Die Polizei ermittelt nun, wer wirklich zugeschlagen hat.

ÖSTERREICH: Andi Dober, was war da wirklich los am vergangenen Freitag?
Andi Dober: Das weiß ich auch nicht. Fakt ist: Ich bin unschuldig, habe nicht geschlagen oder gerangelt. Das hat Patrick S. mir gegenüber auch zugegeben. Und er hat sich bei mir entschuldigt für den Wirbel. Es ist ihm peinlich, dass ich da reingezogen wurde.
ÖSTERREICH: Wie bitte?
Dober: Patrick S. hat sich über unseren Stadionsprecher Andy Marek meine Handynummer besorgt. Er hat mich am Sonntag angerufen und mir alles erklärt: Dass er mich bei der Polizei angezeigt habe, weil er nicht wusste, wer wirklich zugeschlagen hat. Und weil er dachte, es sei einer meiner Freunde gewesen.
ÖSTERREICH: War es einer Ihrer Freunde?
Dober: Nein, ich war nur mit ein paar Familienangehörigen dort. Von denen hat sicher niemand zugeschlagen.
ÖSTERREICH: Und wie geht es jetzt weiter?
Dober: S. kommt heute beim Training vorbei. Dann gibt es einen Hand­shake und die Sache ist erledigt. Für mich jedenfalls. Ich bin froh, dass alles geklärt ist.
(her)

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