Bundesliga

Rapid-Sieg dank "Maierhofmann"

26.09.2008

Rapid gewinnt trotz deutlicher Überlegenheit "nur" 2:1 gegen Sturm: Maierhofer und Hofmann sorgen für die Entscheidung.

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Rapid hat am Sonntag zum Abschluss der 11. Runde der Fußball-tipp3-Bundesliga einen hart erarbeiteten, aber vollauf verdienten 2:1-(1:0)-Heimerfolg gegen Sturm Graz gefeiert. Die seit 1. Dezember 2007 daheim unbesiegten Hütteldorfer behaupteten damit den zweiten Tabellenplatz, der Rückstand auf den in Führung liegenden Erzrivalen Austria beträgt weiterhin einen Punkt.

Die klar überlegenen Rapidler gingen durch Hofmann (37./Elfmeter) in Führung, den Grazern gelang jedoch nach dem Wechsel wie aus dem Nichts der Ausgleich durch Hölzl (69.). Maierhofer machte im Finish mit dem 2:1 alles klar (81.), damit hat Rapid in den jüngsten 13 Liga-Heimspielen elf Siege und zwei Unentschieden erreicht. Sturm ist nunmehr seit vier Liga-Spielen sieglos und liegt auf Tabellenplatz sechs.

Rapid wie ausgewechselt
Die Rapidler zeigten von Anpfiff weg eine deutliche Reaktion auf die schwache und ideenlose Darbietung in Ried (0:1). Sicher auch, weil sich Sturm offensiver als Ried präsentierte und die Grün-Weißen dadurch mehr Platz zum Spielen vorfanden. Bei Sturm erreichte vor der Pause nur Schicklgruber Normalform, der Tormann-Routinier zeichnete sich bei Schüssen von Thonhofer (5., 34.), Hofmann (13., 27.) und Kavlak (35.) aus.

Rapid-Tor zu Unrecht aberkannt
Bei einem Kopfball von Patocka wäre selbst Schicklgruber geschlagen gewesen, doch Schiri Schörgenhofer erkannte den Treffer wohl zu Unrecht wegen Abseits ab (27.). In der 36. Minute schlug sich die klare Überlegenheit der Hütteldorfer, die vor allem über die rechte Seite über Thonhofer und Hofmann ordentlich Druck machten, aber dann auch im Ergebnis nieder. Nach Hofmann-Flanke hinderten Feldhofer und Schaschiaschwili Maierhofer am Kopfball und es gab zurecht Elfmeter. Hofmann trat an und verwertete sicher ins linke Eck zu seinem fünften Saisontreffer.

Schwache "Blackies"
Die enttäuschenden Grazer wurden erstmals in der 42. Minute gefährlich. Und auch da nur eher zufällig, der Ball sprang Haas auf den Fuß und von dort landete er an der linken Stange. Nach der Pause ließ Rapid die Zügel ein wenig schleifen und schaltete einen Gang zurück. Die Grazer, bei denen in der Pause Kobras den angeschlagenen Schicklgruber ersetzen musste, kamen etwas auf, allerdings ohne zwingend gefährlich zu werden.

Ausgleich aus dem Nichts
Nach rund einer Stunde vergab Rapid durch Hofmann (59./Freistoß drüber), Kavlak (60./Außennetz) und Hoffer (62./drüber) drei Chancen auf die Entscheidung, die Nachlässigkeit sollte sich rasch rächen. Der kurz davor eingewechselte Stankovic spielte per Querpass auf Hölzl und dieser traf aus zehn Metern flach ins rechte Eck zum völlig überraschenden Ausgleich (69.). Hedl war damit geschlagen, ohne dass er zuvor wirklich ins Spiel eingreifen durfte.

Risiko zahlte sich aus
Rapid-Coach Peter Pacult setzte dann auf totale Offensive und brachte Drazan, Boskovic und Gartler ins Spiel. Mehr als ein von Kobras gehaltener Boskovic-Freistoß (77.) und ein Maierhofer-Kopfball (78.) gelang jedoch zunächst nicht. Beim Siegestreffer ließ sich Sturm im Hanappi kurioserweise auskontern. Einmal mehr hatte der überragende Kapitän Hofmann seine Füße im Spiel, nach einem Querpass des Deutschen drückte Maierhofer den Ball nur mehr über die Linie (81.) und sorgte dafür, dass am Wahl-Sonntag zumindest die Grünen aus Hütteldorf etwas zu feiern hatten. Für den Rapid-Riesen war es der siebente Liga-Saisontreffer, das bedeutet Platz zwei in der Schützenliste.

Rapid - Sturm Graz 2:1 (1:0)
Hanappi-Stadion 17.500 (ausverkauft); Referee Schörgenhofer
Tore: Hofmann (37./Elfer), Maierhofer (81.) bzw. Hölzl (69.)

Rapid: Hedl - Thonhofer, Tokic, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Kulovits (72. Boskovic), Kavlak (71. Drazan) - Maierhofer, Hoffer (76. Gartler)

Sturm: Schicklgruber (46. Kobras) - Schaschiaschwili, Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Kienzl, Hlinka (68. Stankovic), Jantscher (84. Beichler) - Haas, Muratovic

Gelbe Karten: Heikkinen, Maierhofer, Tokic bzw. Hlinka

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