Gruppe E
Schweiz hat Achtelfinale im Visier
09.05.2014
Schweizer "Nati" hofft in der Gruppenphase auf Hitzebeständigkeit.
Nach souveräner Qualifikation und ob lösbarer Aufgaben mit den Gruppengegnern Frankreich, Ecuador und Honduras sind die Hoffnungen der Schweiz auf das erstmalige Überstehen der WM-Gruppenphase seit Deutschland 2006 (Achtelfinale) groß. Beim Abschiedsturnier von Teamchef Ottmar Hitzfeld wartet mit den klimatischen Bedingungen im Norden Brasiliens eine zusätzliche Herausforderung auf die "Nati".
Souveräner Qualisieger
Mit sieben Siegen und drei Unentschieden in zehn Spielen hat die Schweiz die Gruppe E problemlos für sich entschieden und die dritte WM-Teilnahme en suite fixiert. Vor vier Jahren haben die Eidgenossen ähnlich souverän die Qualifikation geschafft, bei der Endrunde aber die Ziele trotz eines Sensations-Starts (1:0 gegen Spanien) nicht erreicht. Nach einer Niederlage gegen Chile (0:1) und einem 0:0 gegen Honduras wurde der Aufstieg verpasst.
Schweiz hofft auf K.o.-Phase
Heuer soll es damit aber klappen und der Höhenflug des Schweizer Fußballs auch auf der WM-Bühne sichtbar werden. Hitzfeld, der seit Februar 2008 Teamchef der Eidgenossen ist und von Vladimir Petkovic beerbt wird, hofft auf die Hitzebeständigkeit seiner Elf bei den "Dschungel"-Auftritten in Brasilia (gegen Ecuador), Salvador (Frankreich) und Manaus (Honduras). Er kann dabei auf Spieler des international etablierten Meisters FC Basel und viele Legionäre in europäischen Top-Ligen bauen.
Legionäre als Leistungsträger
Leistungsträger der aktuellen Nummer acht der Welt sind Xherdan Shaqiri (FC Bayern München), Gökhan Inler (SSC Napoli), Diego Benaglio (Wolfsburg) und Valon Behrami (SSC Napoli). Die aktuelle Liste der verletzten Spieler ist allerdings lang, neben Shaqiri sind auch Johan Djourou, Pirmin Schwegler, Philippe Senderos, Fabian Schär und Tranquillo Barnetta angeschlagen, für Fabian Lustenberger ist der WM-Traum wohl vorbei. "Alle verletzten Spieler werden medizinisch erstklassig betreut, daher gehe ich auch davon aus, dass alle rechtzeitig fit sein werden", erklärte Hitzfeld Ende April.
In bisher neun WM-Teilnahmen erreichte die Schweiz dreimal das Viertelfinale (1934, 1938, 1954), Highlights der Nationalmannschaften waren Olympia-Silber 1924 und der U17-WM-Titel 2009. Rekordtorschütze der A-Mannschaft ist Alexander Frei, der 2011 seine Teamkarriere beendete.