Kurioser Fan-Wirbel

Amis geschockt, was Europäer bei der WM machen wollen

07.05.2026

Was in Europa ganz normal ist, ist in den USA völlig undenkbar. 

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Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko könnte für viele europäische Fans überraschende Herausforderungen mit sich bringen – und zwar nicht nur bei Tickets, Unterkünften oder Reisen zwischen den Spielorten. Bereits jetzt sorgt ein scheinbar alltägliches Thema im Internet für Diskussionen: der Fußweg zum Stadion.

Für viele Anhänger aus Europa gehört es fest zur Fußballkultur, gemeinsam zum Stadion zu laufen. Ob vom Bahnhof, aus der Innenstadt oder von einer Fanmeile aus – der gemeinsame Marsch zum Spiel mit Gesängen, Zwischenstopps und „Wegbier“ ist für viele Fans ein fixer Bestandteil des Matchtags. Genau diese Selbstverständlichkeit trifft in zahlreichen amerikanischen Austragungsorten jedoch auf großes Unverständnis.

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Vor allem in Städten wie Atlanta, Houston, Kansas City oder New York City stellen internationale Besucher derzeit in Online-Foren Fragen, die viele US-Amerikaner überraschen: Kann man vom Hotel zum Stadion laufen? Sind zwei oder drei Kilometer zu Fuß machbar? Die Reaktionen fallen oft deutlich aus. In vielen Fällen raten Einheimische ausdrücklich davon ab, überhaupt zu Fuß unterwegs zu sein.

Keine Öffis

Besonders eindringlich warnte ein Nutzer auf Reddit vor falschen Vorstellungen europäischer Besucher: „IHR KÖNNT NICHT ÜBER DIE I-95 laufen! Es geht nicht um die Länge der Strecke, es geht um die Sicherheit!“ Hintergrund ist, dass viele amerikanische Städte konsequent auf den Autoverkehr ausgelegt wurden. Breite Highways, fehlende Gehwege und kaum vorhandene Fußgängerüberwege machen selbst kurze Strecken mitunter gefährlich. Autofahrer rechnen dort oft nicht mit Menschen auf der Straße.

Hinzu kommt, dass öffentliche Verkehrsmittel vielerorts nur eingeschränkt vorhanden sind. Zahlreiche große Stadien liegen außerhalb der Innenstädte und sind vor allem für Autofahrer konzipiert. Rund um Spieltage kommt es deshalb regelmäßig zu langen Staus, während Parkplätze knapp und teuer sind. Wer ohne Auto anreisen möchte, muss oft komplizierte oder langwierige Verbindungen in Kauf nehmen.